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Grußworte zur 66. Sitzung (2013)

17. Februar 1947. Ein stolzes Datum. An diesem Tag findet die wahrscheinlich erste Pfarrsitzung in Köln statt. Die "Zint Mechelsfaar Setzung" wurde geboren. Am 5. Februar 2013 feierten wir  66 Jahre Pfarrsitzung Zint Mechels.

Wir freuen uns, dass Sie die Durchführung dieser Veranstaltung mit Ihrem Besuch über so viele Jahre unterstützt haben. Wir vom "kleinen Festkomitee" sind stets bemüht, Ihnen trotz einiger Veränderungen im Laufe der Jahre, immer wieder eine anspruchsvolle Sitzung zu bieten. Wir wünschen Ihnen eine gute Session 2013.

 

Ihr "Kleines Festkomitee"

Andrea Bock, Natascha Peters, Hans-Hermann Fitzler und Pfr. Andreas Brocke

Liebe Mitglieder der Zint Mechelsfaar Setzung,

das Festkomitee Kölner Karneval sieht seine Aufgabe darin, die Tradition, das Brauchtum und die Kultur des Kölner Karnevals zu pflegen, seine kölsche Eigenart und Ursprünglichkeit zu erhalten. Unter anderem stellt es das Kölner Dreigestirn und das Kölner Kinderdreigestirn und richtet den Rosenmontagszug aus.

Auch Ihnen, dem „kleinen Festkomitee“ der Zint Mechelsfaar Setzung, ist daran gelegen, das Kölsche Brauchtum, die kölsche Sprache zu pflegen. Tradition, Brauchtum und eigene Kultur sind wichtig und sinnvoll – für uns in der heutigen Zeit und für unsere zukünftigen Generationen.

Und hier haben z.B. Köln und Rio ganz viele Gemeinsamkeiten. Der Karneval in Rio wie auch der in Köln haben die gleichen Ursprünge, die gleichen Wurzeln: Der Karneval ist das große Fest einer katholisch geprägten Region vor dem Beginn der Fastenzeit. Beide Städte sind in ihrem Land „Großstädte“. Beides sind pulsierende Metropolen. Sie verzeichnen immer mehr Zuzug von Menschen, sie weisen finanziell und sozial unabhängige sowie kaufkräftige Bewohner vor. Sie zeigen aber auch im starken Kontrast dazu die Herausforderung von Stadtvierteln mit großen sozialen Problemen, Gewalt und hoher Arbeitslosigkeit.

Aber hier wie dort führt gerade der Karneval mit all seinen Facetten die Menschen zusammen und schafft friedliche und fröhliche Verbindungen, unabhängig vom sozialen Stand. Denn: Lachen erreicht alle Menschen. Und „wenn et Trömmelche jeht“ in Kölle und die Samba-Trommeln in Rio anstimmen, sind die Jecken nicht zu halten – denn sie haben „Fastelovend em Blot – he und am Zuckerhot“!

Der Pfarrsitzung gratuliere ich sehr herzlich zu ihrem 66. Jubiläum. Den Organisatoren, Freunden und Gästen danke ich für die immer währende Mitarbeit im Kölnischen Brauchtum. Ihnen allen gelten meine besten Wünsche für eine schöne Session mit vielen Erlebnissen und Begebenheiten.

Wir sehen uns beim Rosenmontagszug 2013! Lassen Sie sich überraschen von einer besonderen Stimmung. u neuem Leben.

Mit einem herzlichen dreimolvunhätze „Kölle Alaaf“

Ihr
Christoph Kuckelkorn
Zugleiter und Vizepräsident

Kuckelkorn

Wenn sich eine neue Pfarrei gründet, dann kommen viele verschiedene Menschen, aber auch Traditionen zusammen. Die "Zint Mechelsfaar Setzung" ist eine der vielen Traditionen, die aus St. Michael in die neue Pfarrei St. Gereon eingefolssen sind.

Entstanden aus der Sitzung des Kirchenchores St. Michael können wir heute nun seit 66. Jahren die frögliche Stimmung einer Pfarrsitzung im Allgemeinen unserer  "Zint Mechels"-Sitzung im Besonderen gemeinsam genießen. Jedes Jahr aufs Neue haben viele Menschen gemeinsam Sorge getragen, diese Tradition lebendig zu halten. Dies ist auch heute noch so.

So ist die Sitzung heut nicht nur die wahrscheinlich Älteste der Pfarrsitzungen Kölns, sondern auch Garantin, die besondere Stimmung einer Pfarrsitzung lebendig zu halten, zu bewahren und fortzusetzen.

Als Pasto der Kirchen St. Gereon, St. Alban und St. Michael freue ich mich sehr über diesen Teil der guten Traditionen von St. Michael und danke ganz herzlich unserm "kleinen Festkomitee" für die Arbeit in der Organisation dieser pfarrlichen Veranstaltung.

Ein großer Dank gilt auch unserem Elferrat und ein besonders herzliches "Vergelt's Gott", unserm langjährigen Sitzungspräsidenten Walter Passmann, ohne den unsere Sitzung nur die Hälfte wert wäre.

So wünsche ich uns auch in diesem Jahr eine schöne Jubiläumssitzung und viel Freude nicht nur in der Karnevalszeit.

 

Ihr Pastor
Andreas Brocke, Pfarrer

5 Pfr.Brocke

Zum 1. September 1975 als Pfarrer von Sankt Michael ernannt, hatte ich vielerlei Aufgaben zu übernehmen. Neben den im eigentlichen Sinne geistlichen Pflichten kommt eine dauernd wachsende Fülle von Verschiedenem auf den Pfarrer zu, sodass das Dasein zum Glück nie langweilig werden kann.

Von Natur  aus reichlich musikalisch veranlagt, wurde ich trotz dieser kläglichen Begabung, Kraft Amtes, Präses des altbewährten Kirchenchores von St. Michael. Schon vor meiner Einführung ins Amt, wurde mir bedeutet, dass ich nunmehr im Nebenamt auch geistlicher Beirat, der in Köln bekannten bedeutenden Pfarr-Karnevals-Sitzung sei, - ein wie sich herausstellte – recht erfreulicher Posten. Denn dort war seit vielen Jahren alles so gut eingespielt, dass ich mich eigentlich um nichts kümmern musste, -außer „Spaß an der Freud zu haben“.

Bald machte ich eine interessante Erfahrung. Wenn alte Bonner Freunde uns besuchten, wunderten sie sich, dass in Köln zu Beginn einer Karnevalssitzung sofort die beste Stimmung im Raum war, während woanders sich solche Stimmung erst langsam aufbauen ließ. Die Erklärung ist denkbar einfach: Woanders wird gelegentlich mal gefeiert, - in Köln herrscht im Prinzip immer Karnevalsstimmung. Bei unendlich vielen Gelegenheiten erleichtert es das Dasein.

Nachdem die Pfarrgemeinde St. Michael, zu Ende 2006, ihr Leben aushauchen musste, durfte ich für die nächste Zeit mit dem, im Karneval der Stadt bestens integrierten Freund und bislang als Pfarrer der Nachbargemeinde St. Alban fungierendem Professor Herkenrath, die Zint-St. Mechels-Faar-Sitzung ohne einen institutionellen Unterbau weiterführen, Das fiel uns  leicht, da sich die stabile Tradition fast von selbst trug.

Schließlich hat der Kirchenvorstand der neuen Großpfarrei St. Gereon die Trägerschaft übernommen und die Organisation in bewährte Hände gelegt.

Erfreulich ist, dass die älteste große Kölner Pfarrkarnevalssitzung unter dem alten Namen fortlebt. So existiert die Pfarrgemeinde St. Michael heute eigentlich nur noch als karnevalistische Institution fort, während außer dem Namen der heutigen Filialkirche und vielfältigem Andenken alles andere in der alten Mutterpfarre St. Gereon aufgegangen ist.

Wollen wir hoffen, dass auch in Zukunft bei bewährten gemeinsamen Feiern viel „Spaß an der Freud’ “ gefunden wird.

 

Ihr

Winfried Hamelbeck, Pfarrer

4 Pfr.Dr. Hamelbeck

Liebe Mitglieder der liebe Freunde und Förderer des Kölner Karnevals, verehrte Gäste,

 

für die Session 2013 haben wir uns mit "Fastelovend em Blot - he un am Zuckerhot" ganz bewusst ein Motto in der kölschen Sprache überlegt, denn sie ist ein wichtiger Teil unserer Kultur. Mit dem diesjährigen Motto schlagen wir die Brücke zu einer anderen Karnevalsmetropole. In Köln und in Kölns jüngster Partnerstadt Rio de Janeiro hat der Karneval eine herausragende Bedeutung. Es gibt gemeinsame Wurzeln und vergleichbare Werte: Freude, Völkerverbindung, soziales Engagement und kreative Ausgelassenheit.

Nun reichen sich mit dem Motto zwei weltweit bekannte Karnevalsmetropolen die Hand.

Zur fünften Jahreszeit bestimmt das "brasilianische- kölsche Hätz" den Takt Des Lebens und Feierns. Dabei lässt der Samba Fantasien in der Kostümierung, Musik und Dekoration freien Lauf. Jetzt heißt es zusammen "et Trömmelche" und die Sambatrommeln anzustimmen.

Nicht nur die Stadt selbst und ihre Menschen haben "Fastelovend em Blot," sondern auch die Mitglieder der Zint Mechelsfaar Setzung. In dieser Session finde die Pfarrsitzung zum 66. mal statt. Zu diesem jecken Jubiläum gratuliere ich an dieser Stelle ganz herzlich. So hat das Team der Zint Mechelsfaar Setzung auch beschlossen, dass karnevalistische Jubiläum nicht nur zu feiern, sondern auch eine kleine Festschrift herauszugeben. In dieser finden Sie nun ganz viele Informationen und Fotos zur Geschichte ihrer Pfarrsitzung, die jedes Jahr bei ihren Gästen für viel Freude sorgt.

Für den großartigen Einsatz zur Freude vieler Menschen und zum Wohle des Kölner Karnevals gilt allen Mitgliedern der Zint Mechelsfaar Setzung mein besonderer Dank.

Verehrte Damen und Herren, liebe Gäste der Zint Mechelsfaar Setzung, hiermit darf ich Sie auf eine schwungvolle, farbenprächtige und freudige Session einstimmen. Mit dem Motto "Fastelovend em Blot - he un am Zuckerhot" freuen wir uns mit ihnen gemeinsam unseren Kölner Karneval auch mit neuen Impulsen zu feiern. In diesem Sinne ein herzliches "Kölle und Rio Alaaf!"

 

Markus Ritterbach
Präsident
FESTKOMITEE KÖLNER KARNEVAL VON 1823

2012 Ritterbach Foto

zum närrischen Jubiläum "66 Jahre Zint Mechelsfaar Setzung"

Liebe Gäste, leev Fastelovendsjecke!

herzlich grüße ich Sie alle und gratuliere dem "Kleinen Festkomitee" und allen Pfarrangehörigen zu 6 x 11 Jahren Zint Mechelsfaar Setzung.

Schon in meiner Neusser Heimatpfarrei Hl. Dreikönige war die Pfarrsitzung fester bestandteil im Leben der Gemeinde und in meinem Kalender. In den Kanevalssitzungen unserer Gemeinden erleben und feiern wir, dass Glaube und Karneval zusammengehören: wir kommen sozusagen zu den Wurzeln des Karnevals.

Da wir an eine Forhe Botschaft glauben, sollen wir uns auch freuen, ja von Herzen lachen. Schon im Buch Kohelet des Alten Testamentes heißt es: "Alles hat seine Stunde. Es gibt eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit zum Tanz."
(Koh 3,1.4)

BEvor wir als Christenmit dem Aschermittwoch in die Vorbereitungszeit auf das Osterfest eintreten, wollen und sollen wir noch einmal miteinander feiern, bevor nach dem Fastelovend / der Fastnacht die Fastenzeit beginnt.

Nach dem Schrecken der Nazidiktatur, den Bombennächten und den ersten Nachkriegsjahren folgte erstmal in St. Michael in der Moltkestraße 119 auf die Zeit des Weinens eine Zeit des Lachens, auf die Zeit der Klage, eine Zeit zum Tanz. Und wenn als erstes Lied im damaligen Programm am 17. Februar 1947 "Och, wat wor dat fröher schön doch en Colonia!" gesungen wurde, dann zeigt das angesichts der zerstörten Stadt, dass man nach vorne schaute, das Leben trotz aller Verluste feiern wollte und konnte. So hatte es auch Kölns Stadtrat Ende 1946 eingeschätzt. "Der Karneval ist von alters her ein stadtkölnisches Volksfest, in dem sich die Lebensfreude der Kölner Bevölkerung stets offenbarte."

Dem hätte auch der aktuelle Stadtrat wohl nichts hinzuzufügen - und ich auch nicht. Daher wünsche ich der Zint Mechelsfaar Setzung nicht nur für die nächsten 11 Jahre, sondern weit darüber hinaus weiterhin viele begeisterte Akteure und Gäste sowie "vill Spaa an d'r Freud"!

 

St. Michael alaaf! Kölle alaaf!

 

Msgr. Robert Kleine
Stadtdechant von Köln

Robert Kleine

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