St. Gereon

St. Gereon (c) Maurice Cox

Die Ursprünge der im Stadtteil Altstadt-Nord gelegenen Kirche reichen bis in die spätrömische Zeit zurück. So haben viele Menschen hier im Laufe der Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen und die innere und äußere Gestalt des Baus immer wieder verändert: Römer und Franken, die Gemeinschaft der Stiftsherren, unzählige Pilger auf dem Weg zum heiligen Gereon und heute unsere Pfarrgemeinde, deren Gotteshaus dieser „altehrwürdige“ Bau geworden ist.

Bereits in der 2. Hälfte des 4. Jhs. n. Chr. wurde im Bereich des Gräberfeldes nordwestlich der römischen Stadt ein Ovalbau errichtet, der heute noch den Kern der Kirche bildet. An der Nord- und Südseite dieses elliptischen Baus befinden sich jeweils vier kleinere und heute noch sichtbare Konchen, im Osten schloss sich dagegen eine größere Zentralkonche an. Die Funktion dieses Ursprungsbaus ist bis heute noch nicht geklärt. Die Umwandlung in eine christliche Kirche müsste allerdings spätestens in fränkischer Zeit erfolgt sein, da bereits um 590 Gregor von Tours eine Basilika vor den Toren Kölns erwähnt, in der die Märtyrer der heiligen Thebäischen Legion verehrt wurden.

Unter Erzbischof Anno fand in den Jahren 1067-69 die erste große Umbauphase statt. Die spätrömische Zentralkonche im Osten wurde abgerissen und durch einen Langchor mit darunter liegender Krypta ersetzt. Weitere Baumaßnahmen sind zwischen 1151 und 1156 durch Erzbischof Arnold von Wied belegt, in deren Zuge der Langchor durch eine turmflankierte Apsis erweitert wurde. In den Jahren 1219-1227 schließlich wurde der antike Ovalbau in den zehneckigen Bau (Dekagon) integriert, der der Kirche auch heute noch ihre äußere Gestalt verleiht.

Auch im weiteren Verlauf wurde das Gotteshaus mit zusätzlichen Bauelementen und zahlreichen Kunstwerken ausgestattet. Dazu gehören die Errichtung der Taufkapelle (1242-1245) und der Sakristei (1315-1319). Unter der Ausstattung besonders hervorzuheben ist das Bodenmosaik aus staufischer Zeit mit Szenen aus dem Alten Testament rund um Samson und David, das im 17. Jahrhundert vom Langchor in die Krypta verlegt wurde. Ebenfalls in der Krypta befindet befindet sich ein Altaraufsatz aus Kalkstein aus der Zeit der Renaissance, der eine Kreuzigungsszene zeigt und auf einem romanischen Altartisch angebracht ist.

Ein Bombentreffer während des zweiten Weltkriegs beschädigte vor allem den Kuppelbau im Nordwesten schwer. Die Wiederherstellung des Gebäudes gestaltete sich allerdings äußerst kompliziert, doch seit 1984 können im Dekagon von St. Gereon wieder Gottesdienste gefeiert werden.

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