| Unbehagen machte sich in mir breit. Hatte
ich mich getäuscht oder spähte da tatsächlich jemand die
Nachbarwohnungen aus?
Die Dämmerung vollzog inzwischen den
letzten Schritt hinein ins nächtliche Dunkel.
Mit dem Fernglas in der Hand suchte ich
einen passenden Winkel. ( Ich wollte schließlich nicht von diesem
seltsamen Gegenüber entdeckt werden!), um meinerseits das Haus ins
Visier zu nehmen.
Immer noch machte ich ganz verschwommen
die Gestalt am Fenster aus. Meine Beklommenheit wollte nicht weichen. Aber
mein Verstand verlangte unmissverständlich die Sache bei Licht zu
betrachten, sie ergo bis zum nächsten Morgen auf sich beruhen zu lassen.
Und was sah ich nach dem Aufstehen? Die
obere Hälfte einer nahe am Fenster stehenden Trittleiter!
In der Tat: sie ähnelte durchaus
einem dort sitzenden, sich mit dem Ellbogen abstützenden Menschen.
Ich lachte leise und schämte mich
ein bisschen. Ein richtiges Sonntagsthema: Die Verwandlung von Irrtümern
in Erkenntnisse. Passende Lektüre fiel mir gleich ein und ich machte
mich auf die Suche. Wo stand denn noch das Buch von Watzlawick „Anleitung
zum Unglücklichsein?"
Es gibt darin eine Geschichte mit dem
Hammer... |