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Ein Wort zuvor

Verwandlung - ein geheimnisvoller Vorgang. Woran denken Sie, wenn Sie dieses Wort hören oder lesen? 
An verwandelte Prinzessinnen und Prinzen aus dem Märchen? Oder an verkleidete Schauspieler, die auf der Theaterbühne eine andere Rolle spielen? Vielleicht denken Sie auch an unsere Liturgie und die Mitte der heiligen Messe, die wir Wandlung nennen. Oder denken Sie sogar an Tod und Auferstehung und die letzte Verwandlung, auf die wir als Christen hoffen?

Von all dem können Sie in unserem Osterpfarrbrief lesen. Verwandlung kann überall geschehen: im alltäglichen Lebensprozess, in der Familie, bei der Arbeit, im Zusammenleben einer Gemeinschaft. Erlebnisse können verwandeln, Begegnungen mit einem Menschen ebenso. Freude verwandelt, aber auch Schmerz und Leid. 

Verwandeln meint etwas anderes als verändern. Im Verändern steckt etwas Gewaltsames. Verwandeln ist etwas wesentlich sanfteres. Vor lauter Arbeit an uns selbst, vor lauter Ändern- und  Verändernwollen vergessen wir allzu schnell, dass Gott ja das Eigentliche an uns tut, dass er unsere Wunden und Verletzungen verwandeln und heilen möchte. Aus unseren Krankheiten, Sorgen und Konflikten kann neue Lebendigkeit und Kraft erwachsen. Lassen wir uns an Ostern von Gott in diesen Wandlungsprozess hineinführen, so dass wir „neue" Menschen werden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Osterfest.

Ihr Pastor  

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