| PFARRBRIEF ST. GEREON Weihnachten 2001 |
„Ich
stehe vor der Tür und
(Offenbarung 3,20) |
Vielleicht ist es ihnen auch schon aufgefallen. Seit dem 1. Oktober 2000 befindet sich nur wenige Schritte von unserer Pfarrkirche entfernt in der Norbertstrasse 27 die Beratungsstelle des Raphaels-Werkes. Ein katholischer Verein mit 130-jähriger Tradition, der Beratung und Hilfe für Auswanderer, Auslandstätige, binationale Ehen wie auch für ausländische Flüchtlinge anbietet. Beratung für alle, die die Absicht haben oder aus Gründen irgendwelcher Art gezwungen sind, ihren Wohnsitz dauerhaft oder nur für kurze Zeit in ein anderes Land zu verlegen.
Der Name des Vereins geht zurück auf die biblische Erzählung von Tobias, der auf einer gefahrvollen Reise durch den Erzengel Raphael, der als Beschützer der Reisenden verehrt wird, begleitet wurde. Gegründet wurde der „St. Raphaels-Verein zum Schutz katholischer Auswanderer e.V." im Jahr 1871 während des Katholikentages in Mainz als Antwort auf die damaligen Massenauswanderungen von Europa insbesondere nach Amerika. Nachdem der Verein 1941 durch die Gestapo in Deutschland verboten und aufgelöst wurde, konnte er ab 1947 seine Aktivitäten wieder aufnehmen. Von der Deutschen Bischofskonferenz ist er für Auswanderungsfragen anerkannt worden mit Hauptsitz in Hamburg und heute unter dem Namen „Raphaels-Werk e.V." ein Fachverband des Caritasverbandes. So auch die Kölner Beratungsstelle in der Trägerschaft des Caritasverbandes für die Stadt Köln e.V. Im Gespräch erzählen mir die Leiterin Frau Sadowska-Fischenich und ihre Kollegin Frau Müller-Mpanduzi von den Bosnischen Bürgerkriegsflüchtlingen, die mit Hilfe des Kölner Raphael-Vereins von Deutschland aus in ein überseeisches Land weiterwanderten, oder von dem deutschen Arbeitslosen, der in die Beratung kommt, um sich über Arbeits- und Lebensbedingungen in Ländern der Europäischen Union zu erkundigen. Dabei wird bei der Beantwortung der Fragen im Verbund mit ausländischen, zwischenstaatlichen
und internationalen Organisationen zusammengearbeitet. Ob Auswanderung,
Auslandsaufenthalte, Ehen mit Partnern aus kulturell und religiös
unterschiedlichen Ländern oder weiterwandernde Flüchtlinge: sie
alle finden Unterstützung, Beratung und Hilfe. Vielfältige Gründe
sind es, weswegen Menschen sich immer wieder neu auf den Weg machen und
nach so etwas wie Heimat für immer oder für begrenzte Zeit suchen.
Keine leichte Aufgabe in diesen Zeiten.
Weitere Informationen, Beratung und Hilfe
bei Frau Sadowska-Fischenich und Frau Müller-Mpanduzi in der Norbertstrasse
(Tel. 28 362 0), per E-Mail Koeln@Raphaels-Werk.de oder auch ganz allgemein
zur Arbeit des Raphaels-Werk in Deutschland im Internet unter http://www.
http://www.raphaels-werk.de
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