„Ich
stehe vor der Tür und
klopfe
an.
Wer
meine Stimme
hört
und
die
Tür öffnet,
bei
dem werde
ich
eintreten."
(Offenbarung
3,20) |
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My
home is my castle
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wo
sich unsere neu gewählten Pfarrgemeinderatsmitglieder daheim am wohlsten
fühlen
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Aufgezeichnet von Joachim Frank
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In meiner Wohnung lebe ich seit acht Jahren
und hänge sehr daran. Wenn ich da mal `raus müsste, wäre
ich bestimmt sehr traurig. Am liebsten sitze ich in meiner schmalen, in
einem erfrischenden Grün gestrichenen Küche an einem kleinen
Zwei-Personen-Klapptisch, den mein Freund gebaut hat. Von dort habe ich
den Innenhof mit einem großen Baum im Blick, die Dachterrasse eines
Hotels und ein Stück Himmel. Beim Telefonieren mit meinem Freund oder
der Familie greife ich gern mal nach einem Joghurt im Kühlschrank
neben mir. |
Um mich herum habe ich allerlei Urlaubsmitbringsel
arrangiert, die mich an viele nette Menschen denken lassen: Postkarten
am Küchenschrank, ein Gabel-Mobile aus Afrika, Weinflaschen von meinem
18. Geburtstag.
Auf den Küchenfliesen sind Hühner
abgebildet, und in eine Keramik-Milchkanne habe ich Kornähren gesteckt,
was mich an einen Österreich-Urlaub erinnert und ein Stück Naturverbundenheit
zum Ausdruck bringt.
Anja Betz
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Wo ich mich am liebsten aufhalte, das
hängt ganz von der Jahreszeit ab und von dem, womit ich gerade beschäftigt
bin.
Im Sommer, bei schönem Wetter, sitze
ich sehr gerne an einem kleinen Teich in unserem Garten. Die Fische füttern,
das ist etwas ganz Entspannendes. Wenn das Wetter schlecht ist oder die
Temperaturen im Winter zu kühl sind, dann kann ich Garten und Teich
auch gut von unserem Wohnzimmertisch aus sehen, der in einem Wintergarten
steht - eine Wand des Wohnzimmers ist aus Glas. |
Da sind „drinnen" und „draußen" dasselbe.
An diesem Tisch - einem runden, den wir extra gekauft haben, damit viele
Leute dran passen - spielt sich auch viel ab in gemütlicher Runde,
mit Freunden. Wenn ich etwas Interessantes zu arbeiten habe, sitze ich
aber genau so gerne am Schreibtisch.
Helga Bresgen
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Am liebsten sitze ich im Wohnzimmer auf
einem Ecksofa mit Blick in den Garten. Wenn dies bei einem guten Getränk
(16.00 Uhr Tee) zusammen mit meiner Frau oder beim Lesen eines guten auch
spannenden Buchs möglich ist, dann fühle ich mich wohl. Gesteigert
wird dieses Wohlgefühl, wenn unsere Tochter nebst 3-jährigem
Enkel aus Berlin zu Besuch ist und - wenn auch zeitlich befristet - an
unserem Leben in Köln teilnehmen kann.
Manfred Golombek |
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Früher, da war meine Lieblingsecke
mehr oder weniger der Platz vor dem Fernseher. Meine Frau war damals berufstätig.
So habe ich - mittags allein und abends mit unserem Sohn Benedikt - oft
da gesessen und auch gegessen. Heute dagegen machen wir es uns am liebsten
mit der ganzen Familie in der Küche gemütlich. Nach der Geburt
unserer Tochter Elisabeth vor anderthalb Jahren haben wir eine neue Küche
bekommen, in der wir uns eine besondere Ecke eingerichtet haben - mit einem
Tisch und vier Stühlen, Freischwingern. |
An der Wand hängen Fotos mit Gemüse
drauf, und oben auf dem Fensterbrett stehen Blumen. Hier frühstücken
wir zusammen, essen zu Mittag und auch zu Abend. Das ist viel kommunikativer,
wir erzählen viel, und der Fernseher bleibt aus.
Michael Grube
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Wir wohnen erst seit einem knappen Jahr
in unserer Kölner Wohnung. Da gibt es noch nicht so etwas „Alteingesessenes".
Aber ein Winkel ist mir schon damals bei der Besichtigung aufgefallen.
Durchs Fenster in der Küche und im Wohnzimmer haben wir den Blick
auf die Domtürme. Das finde ich toll: Ich wollte so gerne nach Köln,
und jetzt habe ich obendrein auch noch Dom-Sicht! Inzwischen hat es sich
schon richtig eingespielt, dass ich abends in meiner Lieblingskuschelecke
auf dem Sofa sitze, eingemummelt und mit einer großen Tasse Tee. |
Wenn dann der Dom in den abendlichen Nebelschwaden
liegt, ist das ein Traumbild. Es gibt Gelegenheit, die Gedanken schweifen
zu lassen, sich richtig wohl zu fühlen und es sich gut gehen zu lassen.
Wenn ich heute einen meiner Lieblingskarnevalsschlager
höre - Kölle, du ming Stadt am Rhing -, in dem es heißt,
„den Blick op dr Dom, den kann uns keiner nämme" - dann muss ich immer
schmunzeln, weil mir das so aus der Seele spricht.
Tanja Otten
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Eigentlich fühle ich mich ja in der
ganzen Wohnung wohl, und seitdem unser Sohn Gabriel sie als einen einzigen
großen Spielplatz für sich entdeckt, gibt es überall Ecken,
wo man sich hinkauern kann. Um also darauf zu kommen, welches denn meine
Lieblingsecke sein könnte, habe ich mich deshalb erst einmal gefragt,
„was finde ich gemütlich?". Die Antwort: Mit Freunden zusammen sitzen
und Tee trinken, essen mit der Familie... |
Also ist der Esstisch in unserem großen
Wohn-Ess-Raum als Lieblingsplatz herausgekommen - als der zentrale Ort
in der Wohnung, wo Gastfreundschaft gepflegt wird, wo die Familie zusammen
kommt.
Ruth-Miriam Rampini
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Eine der nettesten Ecken ist in meinem
Zimmer, wo ich an der Wand vieles Dinge aufgehängt habe, was mich
an einen Frankreich-Aufenthalt erinnert. Ich habe in Lille anderthalb Jahre
in einer „Arche" gelebt, einer Gemeinschaft von Behinderten und Nicht-Behinderten.
Natürlich sind etliche Fotos dabei, dann ein selbstgebastelter immerwährender
Kalender, den ich zum Schluss meiner Zeit in Lille geschenkt bekommen habe,
und ein Kreuz, das in einer Behinderten-Werkstatt gestaltet worden ist. |
Dann ist da noch ein Stück schwarzes
Holz, auf dem das französische Wort „confiance" (Vertrauen) steht.
Wenn ich auf all diese Dinge schaue, denke ich an die schöne und prägende
Zeit zurück. Ich denke an die Freunde in Lille, die ich ein bis zwei
Mal im Jahr besuche.
Martin Wachsmuth
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Mein Lieblingsplatz ist ein alter Korbstuhl,
von einer britischen Fähre, den ich mir oft so ins Wohnzimmer stelle,
dass ich aus dem Fenster auf St. Gereon schauen kann. Ich liebe diesen
Platz besonders im Sommer, bei geöffnetem Fenster, abends, wenn die
Kirche angestrahlt ist.
Georg Wahl |
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