PFARRBRIEF ST. GEREON  Weihnachten 2001
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Heim-gesucht

 

"Er kam
in sein
Eigentum
und
die Seinen
nahmen
ihn auf."

 

Ein Wort zuvor
Gott besucht uns häufiger, aber meistens sind wir nicht zu Hause. 
Im Advent und am Weihnachtsfest will er uns wieder in besonderer 
Weise heimsuchen. 

Jesus hat sein Kommen zugesagt: 
„Ich stehe vor der Tür und klopfe an. 
Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten." (Offenbarung 3,20)

Welche Klopfzeichen gibt es denn, an denen wir erkennen können: 
Gott steht vor der Tür? 

Ich möchte auf drei Klopfzeichen aufmerksam machen: 

Das erste Klopfzeichen kommt von unserem Herzen. 
So leise und innerlich wie das Klopfen unseres Herzens ist Gottes Stimme in uns: Ich bin da. Ich bin bei dir. Lass mich ein. Nimm mich mit in dein Leben. Schau mit meinen Augen die Dinge an. Geh meinen Weg. Dieses leise Klopfen ist in all dem Advents- und Weihnachtsgetue leicht zu überhören. 

Das zweite Klopfzeichen ist der Mitmensch.
Der mir jetzt begegnet. Der jetzt mit mir spricht. Der jetzt meine Geduld und meine Nerven strapaziert. Der jetzt mit einem schüchternen Blick ein bisschen Zuneigung sucht: Es ist der Herr. 

Das dritte Klopfzeichen ist der Schmerz, das Dunkle, das Negative.
Wo andere Angst haben, wo andere in Panik stürzen, da darf der Glaubende wissen: Es ist der Herr. Immer, wenn wir resignieren oder verzweifeln wollen, sagt er uns ganz persönlich: Fürchte dich nicht, ich bin es! 
 

Geburt Christ,

1192 Zypern

Ich hoffe, dass Sie aufmerksamer werden können für diese Klopfzeichen und dem so Anklopfenden auch öffnen. Anders als im Prolog des Johannesevangeliums (1,17) soll es dann heißen:
„Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn auf." 
Ein solches echtes Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen allen! 

Ihr Pastor

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