| PFARRBRIEF ST. GEREON Weihnachten 2001 |
„Ich
stehe vor der Tür und
(Offenbarung 3,20) |
„Die Orgel eint im Gottesdienst die Menschen im Gesang und verbindet sie somit im Glauben". Diese zentrale Aussage der Predigt zur Weihe der neuen Orgel in St. Gereon beschreibt unmissverständlich die Orgel in erster Linie als unverzichtbaren Teil der Liturgie. Schon das gemeinsame Gebet schafft eine starke Beziehung zu Gott hier auf Erden, der Gesang aber trägt den Glauben im Aufsteigen der Musik quasi himmelwärts. Dieses Aufwärtsstreben wurde viele Jahre von der „alten" Orgel unterstützt. Sie wurde im Rahmen der Weihe der „neuen" Orgel in Form einer wunderbaren musikalischen Zwischensprache gewürdigt und verabschiedet. In dem Festgottesdienst wurde der Gemeinde schon ein durchaus repräsentativer Querschnitt der Vielfalt der musikalischen Möglichkeiten der Orgel geboten. Die Mannigfaltigkeit der Orgel wurde jedoch erst in den darauf folgenden Orgelkonzerten offenbar: Verschiedene Organisten stellten den interessierten Besuchern die Orgel in ihrer Vielfalt vor. Sie boten Werke aus allen Jahrhunderten sowie einige Improvisationen und vermittelten so den Zuhörern all die lauten und leisen Stimmungen, wie sie auch das liturgische Jahr durchlebt. Auch wurde erkennbar, dass durch den Standort der Orgel die feinen Register nicht nur im Dekagon gut hörbar sind, sondern sich sogar bis ins Hochchor entfalten. Geistliche Werke bildeten einen besonderen
Schwerpunkt und brachten uns das Zitat von Grieg nahe:
„In den Sphären wird ewiglich eine wunderbare Harmonie der Klänge erzeugt, und aus dieser Quelle entspringt die ganze Schöpfung." Mit diesen Zitaten möchte ich einen Bogen schlagen zwischen Glauben, Liturgie und Musik und bin sicher, dass wir alle in dieser Gemeinde uns in diesem Sinne an und mit der Orgel erfreuen können. |
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