Ich will
Dir danken
aus ganzem Herzen,
verkünden will
ich all Deine Wunder.
Psalm 9,2 |
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Die
Eucharistiefeier -
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Im
Zentrum des Glaubens - das Danken
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von Karl-Josef Daverkausen
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„Efcharistó"
- Wer schon einmal in Griechenland war, kennt dieses Wort für „danke".
Wenn wir die heilige Messe „Eucharistie" nennen, drücken wir damit
aus, was dort geschieht: Eucharistie
ist Feier der Dankbarkeit.
Seit vielen Jahrhunderten
beginnen die meisten unserer Präfationen mit dieser Einleitung:
„In Wahrheit ist
es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger
ewiger Gott, immer und überall zu danken."
Die altchristliche
Überlieferung greift damit die jüdische Tradition auf:
„Wer Danksagung
als Opfer darbringt, verehrt mich" (PS. 50,23).
Danken schließt
mehr ein als ein konventionelles sich bedanken. Man bedankt sich
für eine bestimmte
Sache. Danken ist jedoch ein viel weiterer Begriff. Im Lateinischen steht
dafür: gratias agere.
Das bedeutet nicht:
„Dank sagen", sondern wörtlich: „Dank tun", Dank bringen.
Und das „immer und
überall".
Dankbarkeit kann
umschrieben werden mit „bejahte Abhängigkeit" eine Abhängigkeit,
die ich bejahe. Alles, was ich habe oder bin, habe ich irgendwie empfangen:
die Sprache, die ich spreche; das Haus, das ich bewohne; die Freiheit;
die ich genieße; mein Denken, mein Glaube - alles das kommt von anderen
auf mich.
Dankbarkeit ist
die Anerkennung, dass ich nicht selbst der Ursprung meines eigenen Seins
bin und alles dessen, was ich brauche.
Weil Dank die nach
Wesen und Rang erste Lebensäußerung des Geschöpfes ist,
welches begriffen
hat, dass es aus der Liebe lebt; weil Dank also einfach Wiederlieben ist,
darum hat Jesus selber die Gedächtnisfeier der geschehenen Erlösung
als Eucharistie zur Mitte unseres erlösten Lebens gemacht.
„Tut
dies zu meinem Gedächtnis!"
Hier ist das Herz,
das Eigentliche unserer Liturgie und unseres Gebetes.
So danken wir in
der Messe für Jesus Christus als die Gabe Gottes an uns Menschen.
Wir danken für seine konsequente Liebe bis zum Kreuz. Diese Hingabe
für das Leben der Welt bleibt gegenwärtig unter den eucharistischen
Zeichen von Brot und Wein und mündet in den Dankesjubel über
den Sieg des Auferstandenen.
Jesus betont in
den Evangelien immer wieder: Mein Leben ist ein einziger Dank an den Vater,
ist Verherrlichung Gottes. So wünscht er auch, dass unser Dank für
ihn an den Vater gerichtet wird. Wir bleiben also nicht bei Christus stehen,
sondern schließen uns in der Messe mit unserem Dank seiner großen,
umfassenden Danksagung an: „Durch
ihn und mit ihm und in ihm ist dir Gott, allmächtiger Vater in der
Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre".
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