| PFARRBRIEF ST. GEREON Herbst 2001 |
Ich will
Psalm 9,2 |
Pfarrgemeinde zur Orgelweihe am Abend des 22. September mit auf den Weg gegeben. Die vielen Pfarreimitglieder und Gäste in der übervollen Kirche waren sich anschließend einig: Mit der neuen Orgel wird die Gemeinde den Ohren des Herrn bestimmt noch mehr schmeicheln. Stephan E. Wehr bot in der Festmesse eine Klangprobe für das Instrument, wie sie ein-nehmender nicht hätte sein können: Im Dialog mit der Chororgel (gespielt von Jürgen von Moock) wechselten die Klangfarben vom leisen Perlen über festliches Trompeten bis zum mächtigen Auftrumpfen des vollen Werkes -immer
präsent und edel, nie aufdringlich. Der Kardinal hatte schon Recht, als er zum Schluss des Gottesdienstes meinte, „wir können uns in Köln hören und sehen lassen“. Pastor Daverkausen wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass erst jetzt die im Krieg „arg zerschundene“ Basilika vollends wieder hergestellt sei: mit einer Orgel im Dekagon, an dem Platz also, wo sich das Vorgängerinstrument 500 Jahre lang befunden hatte. Zugleich deutete der Pastor - ähnlich wie der Kardinal in seiner Predigt -das Zusammenspiel der vielen Pfeifen als Zeichen „für die Einheit der Kirche in ihrer Vielfalt“ und für eine „ganz bunte Gemeinde“ mit ihren unterschiedlichen Stimmen. Der Pastor dankte allen Spendern und Sponsoren, ohne die „unsere Orgel nicht da wäre“. Kardinal Meisner, der Wert darauf legte, als Nachbar und als Bischof in der „unvergleichlich schönen Gereonskirche“ nicht nur Gast, sondern zu Hause zu sein, empfahl die Orgel als eine Hilfe, die Herzen der Menschen zum Staunen zu bringen. „Die Christen sollen staunen über das Handeln Gottes am Menschen“, sagte der Kardinal. |
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