Ich will
Dir danken
aus ganzem Herzen,
verkünden will
ich all Deine Wunder.
Psalm 9,2 |
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"Danke"
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von Christa Stehmans
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Wenn ich
mich an meine Kindheit erinnere, war Dankbarkeit eine Forderung unter
den Menschen.
„Sag
danke!“
„Ich
hab alles für dich getan, warum bist du so undankbar?“
Damit war Dankbarkeit ein enges Gehäuse.
Ich sollte dankbar sein für etwas,
was ich vielleicht gar nicht haben wollte.
Dieses Danken macht unfrei.
Danken, das frei macht, beflügelt,
hat für mich mit einer weiteren Lebensschau zu tun.
Das ganze Leben ist Dankbarkeit, weil
alles ein Geschenk ist:
das Leben, die Sonne,
die Fähigkeiten, die Freunde, ein
Gespräch.
So dankbar zu sein heißt, ich nehme
etwas wahr und freue mich darüber.
Der Umgang in meiner Kindheit mit der
Dankbarkeit hat eines vor allem bewirkt, dass ich keine Dankbarkeit erwarte,
dass sie mir vielleicht sogar unangenehm ist.
Was ich mir unter unseren heutigen Umständen
wünsche, dass Menschen das Lebensgeschenk mehr wahrnehmen und sich
darüber freuen können.
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