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Informationsheft zum Thema Missbrauch |
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Das Erzbistum Köln verteilt am kommenden Wochenende 27./28. März 2010 in seinen Gemeinden eine Boschüre zum Thema Sexueller Missbrauch.
Erzbischof Joachim Kardinal Meisner will damit allen Gläubigen im Erzbistum ein Informations-angebot in der aktuellen Situation vermitteln. Das mehr als 30 Seiten umfassende Heft mit dem Titel
„Zu Vorfällen von sexuellem Missbrauch –
Informationen und Dokumente“
wird zu den Gottesdiensten in den Gemeinden verteilt. |
Es
enthält
ein
Wort
von
Kardinal
Meisner,
das
Kirchenzeitungs-Interview
mit
Msgr.
Dr.
Stefan
Heße
zum
Vorgehen
in
Verdachtsfällen,
die
Richtlinien
der
Deutschen
Bischofskonferenz
und
die
diözesanen
Ausführungsbestimmungen
dazu,
Auszüge
aus
dem
Hirtenbrief
des
Papstes
an
die
Kirche
von
Irland
sowie
weitere
Texte
zum
Thema.
Zentrale Adressen der Ansprechpartner im Erzbistum Köln für Opfer sexuellen
Missbrauchs
sind
abschließend
beigefügt.
In
seinem
Vorwort
schreibt
Kardinal
Meisner:
„Ich
kann
nicht
verhehlen,
dass
ich
über
das
Versagen
von
manchen
Priestern
und
kirchlichen
Mitarbeitern
nicht
nur
zutiefst
erschüttert,
sondern
auch
zornig
bin.
Sexueller
Missbrauch
ist
ein
verabscheuungswürdiges
Vergehen;
besonders
schlimm
aber
ist
es,
wenn
ein
Priester
der
Täter
ist.“
In
der
aktuellen
Situation
müsse
„mit
Ehrlichkeit,
Offenheit
und
dem
Willen
zur
Umkehr“
gehandelt
werden,
heißt
es
weiter.
„Unsere
erste
Sorge
muss
sein,
dass
den
Opfern
Gerechtigkeit
widerfährt
und
sie
helfenden
Beistand
erfahren.“
Jedem
einzelnen
Verdacht
werde
„mit
aller
Sorgfalt
und
Konsequenz“
nachgegangen.
Zugleich
sei
„unser
aller
Wachsamkeit
gefordert,
damit
wir
alles
tun,
dass
solche
vergehen
zukünftig
verhindert
werden
können“.
Dazu
dient
auch
die
Broschüre.
Das
Heft
steht
als
PDF-Datei
auch
zum
Download
auf
der
Internetseite
des
Erzbistums
unter
www.erzbistum-koeln.de
bereit....mehr |
 |
„Ein Bischof ist doch nicht wahnsinnig“
Bestseller-Autor Lütz verteidigt Kirche gegen Vertuschungsvorwürfe
(...mehr)
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Hirtenbrief von Papst
Benedikt XVI.
an die Katholiken in Irland |
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Papst an die Opfer des Missbrauchs: Ihr tragt die Wunden
ungerechten Leidens |
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ROM, 20. März 2010
(ZENIT.org).-
Angesichts der öffentlich bekundeten Erwartung einer neuerlichen Stellungnahme von Papst Benedikt XVI. zu den traurigen und erschütternden Vorfällen von Missbrauch in vielen europäischen Ländern, hat das Staatssekretariat eine "eine nicht-offizielle Übersetzung" des angekündigten Hirtenbriefes an die Katholiken in Irland in sieben Sprachen ins Netz gestellt. Wir veröffentlichen die deutsche Arbeits- übersetzung des englischen Originals.
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Liebe
Schwestern
und
Brüder,
mit
großer
Sorge
schreibe
ich
euch
als
Hirt
der
weltweiten
Kirche.
Wie
Euch
haben
auch
mich
die
Informationen
über
den
Missbrauch
an
Kindern
und
Schutzbefohlenen
durch
Mitglieder
der
Kirche
Irlands,
besonders
durch
Priester
und
Ordensleute,
sehr
beunruhigt.
Ich
kann
die
Bestürzung
und
das
Gefühl
des
Vertrauensbruchs
nur
teilen,
das
so
viele
von
euch
beim
Erfahren
dieser
sündhaften
und
kriminellen
Taten
und
der
Art
der
Autoritäten
der
Kirche,
damit
umzugehen,
erfahren
haben.
Wie
ihr
wisst
habe
ich
erst
kürzlich
die
irischen
Bischöfe
zu
einem
Treffen
hier
in
Rom
eingeladen,
dass
sie
über
ihren
Umgang
mit
diesen
Angelegenheiten
in
der
Vergangenheit
berichten
und
um
die
Schritte
aufzuzeigen,
die
sie
unternommen
haben,
um
auf
diese
schwerwiegende
Situation
zu
reagieren.
Gemeinsam
mit
höheren
Verantwortlichen
der
römischen
Kurie
habe
ich
gehört,
was
sie,
sowohl
einzeln
als
auch
als
Gruppe,
zu
der
Analyse
der
begangenen
Fehler
und
der
gelernten
Lektionen,
als
auch
in
der
Darstellung
der
Programme
und
jetzt
geltenden
Richtlinien
zu
sagen
hatten.
Unsere
Diskussionen
waren
offen
und
konstruktiv.
Ich
bin
zuversichtlich,
dass
resultierend
aus
diesen
Gesprächen
die
Bischöfe
nun
besser
in
der
Lage
sind,
die
Aufgabe
zu
übernehmen,
die
vergangenen
Ungerechtigkeiten
wieder
gut
zu
machen
und
das
weitergehende
Thema
des
Missbrauchs
an
Minderjährigen
in
einer
Weise
anzugehen,
die
den
Anforderungen
der
Justiz
und
der
Lehre
des
Evangeliums
entspricht. |
|
2.)
Die
Schwere
der
Vergehen
und
die
oftmals
unangemessenen
Reaktion
der
kirchlichen
Autoritäten
in
eurem
Land
erwägend
habe
ich
entschieden,
diesen
Hirtenbrief
zu
schreiben,
um
meine
Nähe
zu
euch
auszudrücken
und
einen
Weg
der
Heilung,
der
Erneuerung
und
der
Wiedergutmachung
vorzuschlagen.
Wie
viele
in
Eurem
Land
betont
haben:
es
ist
wahr,
dass
das
Problem
des
Missbrauchs
von
Kindern
weder
ein
rein
irisches
noch
ein
rein
kirchliches
ist.
Trotzdem
ist
Eure
Aufgabe
nun,
das
Problem
des
Missbrauchs
aufzuarbeiten,
das
in
der
irischen
katholischen
Gemeinschaft
entstanden
ist,
und
dies
mit
Mut
und
Bestimmtheit
zu
tun.
Niemand
erwartet,
dass
diese
schmerzhafte
Situation
sich
schnell
lösen
lässt.
Wirklicher
Fortschritt
ist
gemacht
worden,
aber
es
bleibt
noch
viel
zu
tun.
Durchhaltevermögen
und
Gebet
sind
nötig,
mit
großem
Vertrauen
in
die
heilende
Kraft
der
Gnade
Gottes.
Gleichzeitig
muss
ich
aber
auch
meine
Überzeugung
mitteilen,
dass
die
Kirche
in
Irland,
um
von
dieser
tiefen
Wunde
zu
genesen,
die
schwere
Sünde
gegen
schutzlose
Kinder
vor
Gott
und
vor
anderen
offen
zugeben
muss.
Solch
eine
Anerkennung,
begleitet
durch
ernste
Reue
für
die
Verletzung
dieser
Opfer
und
ihrer
Familien,
muss
zu
einer
gemeinsamen
Anstrengung
führen,
um
den
Schutz
von
Kindern
vor
ähnlichen
Verbrechen
in
der
Zukunft
sicher
zu
stellen.
Da
Ihr
nun
die
Herausforderungen
des
Augenblicks
auf
euch
nehmt,
bitte
ich
euch,
„blickt
auf
den
Felsen,
aus
dem
ihr
herausgehauen
seid"
(Jesaja
51:1).
Bedenkt
den
großherzigen
und
oft
heroischen
Beitrag,
den
vergangene
Generationen
irischer
Männer
und
Frauen
für
die
Kirche
und
die
ganze
Menschheit
geleistet
haben.
Lasst
Euch
das
Ansporn
sein
für
eine
ehrliche
Selbstbetrachtung
und
ein
engagiertes
Programm
kirchlicher
und
persönlicher
Erneuerung.
Ich
bete
dafür,
dass
die
Kirche
in
Irland,
durch
den
Beistand
der
vielen
Heiligen
und
gereinigt
durch
Reue,
die
augenblickliche
Krise
überwindet
und
erneut
ein
Zeuge
für
die
Wahrheit
und
die
Güte
des
allmächtigen
Gottes
wird,
die
sich
zeigt
in
seinem
Sohn
Jesus
Christus.
|
|
3.)
In
der
Geschichte
waren
die
Katholiken
Irlands
immer
eine
starke
Kraft
für
das
Gute,
in
der
Heimat
und
außerhalb.
Keltische
Mönche
wie
der
heilige
Kolumban
haben
das
Evangelium
in
Westeuropa
verbreitet
und
das
Fundament
für
die
mittelalterliche
Klosterkultur
gelegt.
Die
Ideale
von
Heiligkeit,
Nächstenliebe
und
transzendenter
Weisheit,
geboren
aus
dem
christlichen
Glauben,
fanden
ihren
Ausdruck
in
den
Kirchen
und
Klöstern,
in
den
Schulen,
Bibliotheken
und
Hospitälern,
die
alle
daran
mitwirkten,
die
geistige
Identität
Europas
zu
festigen.
Diese
irischen
Missionare
haben
ihre
Stärke
aus
dem
festen
Glauben,
der
starken
Leitung
und
der
aufrechtem
Verhalten
der
Kirche
in
ihrem
Mutterland
gewonnen.
Beginnend
mit
dem
16.
Jahrhundert
haben
die
Katholiken
in
Irland
eine
lange
Zeit
der
Verfolgung
erdulden
müssen,
während
derer
sie
sich
mühten,
die
Flamme
des
Glaubens
unter
gefährlichen
und
schwierigen
Umständen
lebendig
zu
halten.
Der
Heilige
Oliver
Plunkett,
der
Märtyrerbischof
von
Armagh,
ist
das
berühmteste
Beispiel
einer
ganzen
Schar
von
mutigen
Söhnen
und
Töchtern
Irlands,
die
bereit
waren,
ihr
Leben
aus
Treue
zum
Evangelium
hinzugeben.
Nach
der
katholischen
Emanzipation
war
die
Kirche
frei,
neu
zu
wachsen.
Familien
und
zahllose
Einzelne,
die
den
Glauben
in
Zeiten
der
Prüfung
erhalten
haben,
wurden
zum
Auslöser
für
das
große
Wiederaufleben
des
irischen
Katholizismus
im
19.
Jahrhundert.
Die
Kirche
bot
Bildung,
besonders
für
die
Armen,
und
leistete
dadurch
ihren
Beitrag
zur
Gesellschaft
Irlands.
Zu
den
Früchten
des
Wachsens
der
neuen
katholischen
Schulen
gehörte
eine
Zunahme
in
Berufungen:
Generationen
von
Missionaren,
Schwestern
und
Brüdern,
haben
ihr
Heimatland
verlassen
um
auf
allen
Kontinenten
zu
dienen,
besonders
in
der
englischsprachigen
Welt.
Bemerkenswert
waren
nicht
nur
ihre
große
Zahl,
sondern
auch
die
Stärke
ihres
Glaubens
und
die
Standhaftigkeit
ihres
pastoralen
Engagements.
Viele
Bistümer,
besonders
in
Afrika,
Amerika
und
Australien,
haben
von
der
Präsenz
irischer
Geistlicher
und
Ordensleute
profitiert,
die
das
Evangelium
verkündeten
und
Pfarreien,
Schulen,
Universitäten
und
Krankenhäuser
gründeten,
die
sowohl
den
Katholiken
als
auch
der
gesamten
Gesellschaft
dienten,
mit
besonderem
Augenmerk
auf
die
Bedürfnisse
der
Armen.
In
fast
jeder
Familie
in
Irland
gibt
es
jemanden
-
einen
Sohn
oder
eine
Tochter,
einen
Onkel
oder
eine
Tante
-
der
sein
Leben
der
Kirche
gegeben
hat.
Irische
Familien
würdigen
und
schätzen
zu
Recht
die
Ihren,
die
ihr
Leben
Christus
geweiht
haben,
die
das
Geschenk
des
Glaubens
mit
anderen
Teilen
und
aus
diesem
Glauben
Taten
folgen
lassen,
in
liebendem
Dienst
an
Gott
und
dem
Nächsten. |
|
4.)
In
den
vergangenen
Dekaden
hatte
die
Kirche
in
Eurem
Land
jedoch
neue
und
schwere
Herausforderungen
für
den
Glauben
durch
die
rasche
Transformation
und
Säkularisierung
der
irischen
Gesellschaft
zu
bestehen.
Der
schnelllebige
soziale
Wandel
hat
oft
genug
das
traditionelle
Festhalten
der
Menschen
an
den
katholischen
Lehren
und
Werten
beeinträchtigt.
Viel
zu
oft
wurden
die
sakramentalen
und
andächtigen
Gebräuche
vernachlässigt,
die
den
Glauben
erhalten
und
ihm
erlauben,
zu
wachsen,
wie
etwa
die
regelmäßige
Beichte,
das
tägliche
Gebet
und
jährliche
Einkehrtage.
Bedeutsam
war
während
dieser
Zeit
ebenfalls
die
Tendenz
vieler
Priester
und
Ordensleute,
Weisen
des
Denkens
und
der
Einschätzung
säkularer
Realitäten
ohne
ausreichenden
Bezug
zum
Evangelium
zu
übernehmen.
Das
Programm
der
Erneuerung,
dass
das
Zweite
Vatikanische
Konzil
vorgelegt
hat,
wurde
häufig
falsch
gelesen;
im
Licht
des
tiefen
sozialen
Wandels
war
es
schwer,
die
richtigen
Weisen
der
Umsetzung
zu
finden.
Es
gab
im
Besonderen
die
wohlmeinende
aber
fehlgeleitete
Tendenz,
Strafen
für
kanonisch
irreguläre
Umstände
zu
vermeiden.
In
diesem
Gesamtkontext
müssen
wir
das
verstörende
Problem
des
sexuellen
Missbrauchs
von
Kindern
zu
verstehen
versuchen,
das
nicht
wenig
zur
Schwächung
des
Glaubens
und
dem
Verlust
des
Respekts
vor
der
Kirche
und
ihre
Lehren
beigetragen
hat.
Nur
durch
sorgfältige
Prüfung
der
vielen
Faktoren
die
zum
Entstehen
der
augenblicklichen
Krise
geführt
haben
kann
eine
klare
Diagnose
ihrer
Gründe
unternommen
und
können
wirkungsvolle
Abhilfemaßnahmen
gefunden
werden.
Sicherlich
können
wir
zu
den
entscheidenden
Faktoren
hinzuzählen:
unangemessene
Verfahren
zur
Feststellung
der
Eignung
von
Kandidaten
für
das
Priesteramt
und
das
Ordensleben;
nicht
ausreichende
menschliche,
moralische,
intellektuelle
und
geistliche
Ausbildung
in
Seminarien
und
Noviziaten;
eine
Tendenz
in
der
Gesellschaft,
den
Klerus
und
andere
Autoritäten
zu
favorisieren;
und
eine
fehlgeleitete
Sorge
für
den
Ruf
der
Kirche
und
die
Vermeidung
von
Skandalen,
die
zum
Versagen
in
der
Anwendung
bestehender
kanonischer
Strafen
und
im
Schutz
der
Würde
jeder
Person
geführt
hat.
Es
muss
dringend
gehandelt
werden
um
diese
Faktoren
anzugehen,
die
so
tragische
Konsequenzen
in
den
Leben
von
Opfern
und
ihrer
Familien
hatten
und
die
das
Licht
des
Evangeliums
in
einer
solchen
Weise
verdunkelt
haben,
wie
es
noch
nicht
einmal
Jahrhunderten
der
Verfolgung
gelungen
ist. |
|
5.)
Bereits
mehrfach
seit
meiner
Wahl
auf
den
Stuhl
Petri
habe
ich
Opfer
sexuellen
Missbrauchs
getroffen
und
ich
bin
bereit,
das
auch
in
Zukunft
zu
tun.
Ich
habe
mit
ihnen
zusammen
gesessen,
habe
ihre
Geschichten
gehört,
ihr
Leiden
wahrgenommen
und
ich
habe
mit
ihnen
und
für
sie
gebetet.
Schon
früher
in
meinem
Pontifikat
habe
ich
in
meiner
Sorge
diese
Frage
anzusprechen,
die
Bischöfe
Irlands
aufgefordert,
„die
Wahrheit
dessen,
was
in
der
Vergangenheit
geschehen
ist,
festzustellen,
jede
notwendige
Maßnahme
zu
ergreifen,
damit
das
nie
wieder
geschehen
kann,
sicherzustellen,
dass
die
Vorgaben
der
Justiz
voll
eingehalten
werden
und,
am
wichtigsten,
den
Opfern
und
allen
von
diesen
ungeheuerlichen
Verbrechen
Betroffenen
Heilung
zu
bringen"
(Ansprache
an
die
Bischöfe
von
Irland
während
des
Ad
Limina
Besuchs,
28.
Oktober
2006).
Mit
diesem
Brief
möchte
ich
euch
alle,
das
Volk
Gottes
in
Irland,
ermahnen,
die
Wunden
am
Körper
Christi
zu
betrachten.
Betrachtet
aber
auch
die
manchmal
schmerzhaften
Heilmittel,
die
wir
brauchen,
um
diese
Wunden
zu
binden
und
zu
heilen,
und
ebenfalls
die
Notwendigkeit
der
Einheit,
der
Nächstenliebe
und
der
gegenseitigen
Unterstützung
in
einem
langwierigen
Prozess
der
Wiederherstellung
und
kirchlicher
Erneuerung.
Ich
wende
mich
nun
an
euch
mit
Worten,
die
von
Herzen
kommen
und
ich
möchte
zu
euch
einzeln
und
zu
euch
allen
gemeinsam
als
Brüder
und
Schwestern
im
Herrn
sprechen. |
|
6.)
An
die
Opfer
des
Missbrauchs
und
ihre
Familien
Ihr
habt
viel
gelitten,
und
ich
bedaure
das
aufrecht.
Ich
weiß,
dass
nichts
das
Erlittene
ungeschehen
machen
kann.
Euer
Vertrauen
wurde
verraten
und
eure
Würde
wurde
verletzt.
Viele
von
Euch
mussten
erfahren,
dass,
als
Ihr
den
Mut
gefunden
habt,
über
das
zu
sprechen,
was
euch
zugestoßen
ist,
Euch
niemand
zugehört
hat.
Diejenigen
von
euch,
denen
das
in
Wohnheimen
und
Internaten
geschehen
ist,
müssen
gefühlt
haben,
dass
es
kein
Entkommen
gibt
aus
Eurem
Leid.
Es
ist
verständlich,
dass
es
schwer
für
Euch
ist,
der
Kirche
zu
vergeben
oder
sich
mit
ihr
zu
versöhnen.
Im
Namen
der
Kirche
drücke
ich
offen
die
Schande
und
die
Reue
aus,
die
wir
alle
fühlen.
Gleichzeitig
bitte
ich
Euch,
die
Hoffnung
nicht
aufzugeben.
In
der
Gemeinschaft
der
Kirche
begegnen
wir
Christus,
der
selbst
ein
Opfer
von
Ungerechtigkeit
und
Sünde
war.
Wie
ihr
trägt
er
immer
noch
die
Wunden
seines
eigenen
ungerechten
Leidens.
Er
versteht
die
Tiefe
eures
Leides
und
die
fortdauernden
Auswirkungen
auf
Euer
Leben
und
Eure
eigenen
Beziehungen,
eingeschlossen
Eure
Beziehung
zur
Kirche.
Ich
weiß,
dass
es
einigen
von
euch
schwer
fällt
durch
die
Türen
der
Kirche
zu
gehen
nach
allem,
was
passiert
ist.
Aber
Christi
eigene
Wunden,
verwandelt
durch
sein
erlösendes
Leiden,
sind
der
Weg,
durch
den
die
Macht
des
Bösen
gebrochen
wird
und
wir
zu
Leben
und
Hoffnung
wiedergeboren
sind.
Ich
glaube
zutiefst,
dass
diese
heilende
Kraft
der
aufopfernden
Liebe
Befreiung
und
die
Verheißung
eines
Neuanfangs
bringt
-
sogar
in
den
dunkelsten
und
hoffnungslosesten
Situationen.
Ich
spreche
zu
Euch
als
Hirte,
der
sich
um
das
Wohl
aller
Kinder
Gottes
sorgt
und
bitte
Euch,
zu
bedenken,
was
ich
gesagt
habe.
Ich
bete,
dass
durch
die
Annäherung
an
Christus
und
durch
die
Teilnahme
am
Leben
seiner
Kirche
-
einer
Kirche
gereinigt
durch
Buße
und
erneuert
in
Nächstenliebe
-
Ihr
die
unermessliche
Liebe
Christi
für
jeden
von
Euch
wiederentdecken
könnt.
Ich
bin
zuversichtlich,
dass
Ihr
auf
diese
Weise
Versöhnung,
tiefe
innere
Heilung
und
Frieden
finden
könnt. |
|
7.)
An
die
Priester
und
Ordensleute,
die
Kinder
missbraucht
haben
Ihr
habt
das
Vertrauen,
das
von
unschuldigen
jungen
Menschen
und
ihren
Familien
in
Euch
gesetzt
wurde,
verraten
und
Ihr
müsst
Euch
vor
dem
allmächtigen
Gott
und
vor
den
zuständigen
Gerichten
dafür
verantworten.
Ihr
habt
die
Achtung
der
Menschen
Irlands
verspielt
und
Schande
und
Unehre
auf
Eure
Mitbrüder
gebracht.
Die
Priester
unter
Euch
haben
die
Heiligkeit
des
Weihesakraments
verletzt,
in
dem
Christus
sich
selbst
in
uns
und
unseren
Handlungen
gegenwärtig
macht.
Gemeinsam
mit
dem
immensen
Leid,
das
Ihr
den
Opfern
angetan
habt,
wurde
die
Kirche
und
die
öffentlichen
Wahrnehmung
des
Priestertums
und
des
Ordensleben
beschädigt.
Ich
mahne
Euch,
Euer
Gewissen
zu
erforschen,
Verantwortung
für
die
begangenen
Sünden
zu
übernehmen
und
demütig
Euer
Bedauern
auszudrücken.
Ehrliche
Reue
öffnet
die
Tür
zu
Gottes
Vergebung
und
die
Gnade
ehrlicher
Besserung.
Durch
Gebet
und
Buße
für
die,
denen
Ihr
Unrecht
getan
habt,
sollt
ihr
persönlich
für
Euer
Handeln
Sühne
leisten.
Christi
erlösendes
Opfer
hat
die
Kraft,
sogar
die
größte
Sünde
zu
vergeben
und
Gutes
sogar
aus
dem
schlimmsten
Übel
wachsen
zu
lassen.
Gleichzeitig
ruft
uns
Gottes
Gerechtigkeit
dazu
auf,
Rechenschaft
über
unsere
Taten
abzulegen
und
nichts
zu
verheimlichen.
Erkennt
Eure
Schuld
öffentlich
an,
unterwerft
Euch
der
Rechtsprechung,
aber
verzweifelt
nicht
an
der
Gnade
Gottes. |
|
8.)
An
die
Eltern
Ihr
seid
zutiefst
entsetzt
über
die
furchtbaren
Dinge,
die
an
den
Orten
stattgefunden
haben,
die
eigentlich
die
sichersten
und
sorgenfreiesten
Orte
hätten
sein
sollen.
Es
ist
heute
nicht
einfach,
ein
Zuhause
zu
bilden
und
Kinder
zu
erziehen.
Sie
verdienen
es,
sicher
aufzuwachsen,
geliebt
und
geschätzt
mit
einem
starken
Gefühl
ihrer
Identität
und
ihres
Wertes.
Sie
haben
das
Recht,
mit
authentischen
moralischen
Werten
erzogen
zu
werden,
zutiefst
in
der
Menschenwürde
verankert.
Sie
haben
das
Recht,
inspiriert
zu
werden
durch
die
Wahrheit
unseres
katholischen
Glaubens
und
Weisen
des
Verhaltens
und
Handelns
zu
erlernen,
die
zu
einem
gesunden
Selbstwert
und
zu
dauerhaftem
Glück
führen.
Diese
noble
aber
auch
anspruchsvolle
Aufgabe
ist
zuallererst
Euch
anvertraut,
den
Eltern.
Ich
bitte
Euch
dringend,
Eure
Rolle
bei
der
Gewährleistung
der
besten
möglichen
Fürsorge
für
die
Kinder
sowohl
zu
Hause
als
auch
in
der
Gesellschaft
zu
spielen,
während
die
Kirche
ihre
Rolle
wahrnimmt
und
weiter
die
Maßnahmen
der
letzten
Jahre
umsetzt,
um
junge
Menschen
in
Pfarreien
und
Schulen
zu
schützen.
Während
Ihr
Eure
lebenswichtige
Verantwortung
wahrnehmt,
möchte
ich
Euch
versichern,
dass
ich
Euch
nahe
bin
und
die
Unterstützung
meiner
Gebete
anbiete. |
|
9.)
An
die
Kinder
und
die
Jugend
Irlands
Euch
möchte
ich
ganz
besonders
ermutigen.
Eure
Erfahrung
der
Kirche
ist
sehr
unter-schiedlich
von
der
Eurer
Eltern
und
Großeltern.
Die
Welt
hat
sich
sehr
geändert
seit
sie
in
Eurem
Alter
waren.
Trotzdem
sind
alle
Menschen
aller
Generationen
dazu
berufen,
denselben
Weg
durchs
Leben
zu
gehen,
gleich
unter
welchen
Umständen.
Wir
sind
alle
skandalisiert
von
den
Sünden
und
dem
Versagen
von
einigen
Mitgliedern
der
Kirche,
besonders
durch
die,
die
eigens
dazu
ausgesucht
waren,
jungen
Menschen
zu
dienen
und
sie
anzuleiten.
Aber
es
ist
die
Kirche,
in
der
Ihr
Christus
findet,
der
derselbe
ist,
gestern,
heute
und
morgen
(Hebräerbrief
13:8).
Er
liebt
Euch
und
er
hat
sich
am
Kreuz
für
Euch
hingegeben.
Sucht
eine
persönliche
Beziehung
zu
ihm
in
der
Gemeinschaft
der
Kirche,
denn
er
wird
nie
Euer
Vertrauen
miss-brauchen!
Er
allein
kann
Eure
tiefsten
Sehnsüchte
erfüllen
und
Eurem
Leben
den
vollen
Sinn
geben
dadurch,
dass
er
es
zum
Dienst
am
Nächsten
lenkt.
Haltet
Eure
Augen
auf
Jesus
und
seine
Güte
gerichtet
und
schützt
die
Flamme
des
Glaubens
in
Eurem
Herzen.
Gemeinsam
mit
den
übrigen
Gläubigen
in
Irland
sehe
ich
in
Euch
treue
Jünger
unseres
Herrn;
bringt
den
nötigen
Enthusiasmus
und
Idealismus
zum
Neuaufbau
und
der
Erneuerung
Eurer
geliebten
Kirche. |
|
10.)
An
die
Priester
und
Ordensleute
in
Irland
Wir
alle
leiden
als
Folge
der
Sünden
unserer
Mitbrüder,
die
das
heilige
Vertrauen
missbraucht
haben
oder
versagt
haben,
gerecht
und
verantwortungsvoll
mit
den
Missbrauchsvorwürfen
umzugehen.
In
der
Wut
und
der
Empörung,
die
das
alles
nicht
nur
unter
den
Gläubigen
sondern
auch
unter
Euch
und
in
den
Ordensgemeinschaften
hervorgerufen
hat,
fühlen
sich
viele
von
Euch
mutlos
oder
sogar
verlassen.
Mir
ist
ebenfalls
bewusst,
dass
in
den
Augen
vieler
Ihr
durch
die
Nähe
zu
den
Tätern
einen
Makel
tragt
und
als
irgendwie
verantwortlich
für
die
Verbrechen
anderer
gesehen
werdet.
In
dieser
schmerzlichen
Zeit
möchte
ich
Eure
Hingabe
an
das
Priestertum
und
das
Apostolat
würdigen
und
Euch
einladen,
Euren
Glauben
in
Christus
zu
festigen,
Eure
Liebe
zu
seiner
Kirche
und
Euer
Vertrauen
in
die
Verheißung
des
Evan-geliums
auf
Erlösung,
Vergebung
und
innere
Erneuerung.
Auf
diese
Weise
werdet
ihr
auf-zeigen,
dass
da,
wo
die
Sünde
mächtig
wurde,
die
Gnade
übergroß
wurde
(Römerbrief
5:20).
Ich
weiß,
dass
viele
von
Euch
von
der
Art
und
Weise,
wie
diese
Dinge
von
Euren
Oberen
behandelt
wurden,
enttäuscht,
verwirrt
und
verärgert
sind.
Trotzdem
ist
es
wesentlich,
dass
Ihr
eng
mit
den
Autoritäten
kooperiert
und
helft,
dass
die
Maßnahmen
zur
Bewältigung
der
Krise
wirklich
dem
Evangelium
gemäß,
gerecht
und
effektiv
sind.
Vor
allem
aber
bitte
ich
Euch,
im-mer
mehr
Männer
und
Frauen
des
Gebets
zu
werden,
die
mutig
dem
Weg
der
Bekehrung,
Reinigung
und
Versöhnung
gehen.
Auf
diese
Weise
wird
die
Kirche
in
Irland
neues
Leben
und
neue
Dynamik
aus
Eurem
Zeugnis
für
Gottes
erlösende
Kraft,
die
in
Eurem
Leben
sichtbar
wird,
schöpfen. |
|
11.)
An
meine
Mitbrüder
im
Bischofsamt
Es
kann
nicht
geleugnet
werden,
dass
einige
von
Euch
und
von
Euren
Vorgängern
bei
der
Anwendung
der
seit
langem
bestehenden
Vorschriften
des
Kirchenrechts
zu
sexuellem
Missbrauch
von
Kindern
versagt
haben.
Schwere
Fehler
sind
bei
der
Behandlung
von
Vorwürfen
gemacht
worden.
Ich
erkenne
an,
dass
es
schwer
war,
die
Komplexität
und
das
Ausmaß
des
Problems
zu
erkennen,
gesicherte
Informationen
zu
erlangen
und
die
richtigen
Entscheidungen
bei
widersprüchlichen
Expertenmeinungen
zu
treffen.
Trotzdem
muss
zugegeben
werden,
dass
schwerwiegende
Fehlurteile
getroffen
wurden
und
Fehler
in
der
Leitung
vorkamen.
Dies
alles
hat
Eure
Glaubwürdigkeit
und
Effektivität
untergraben.
Ich
erkenne
Eure
Bemühungen
an,
vergangene
Fehler
wieder
gut
zu
machen
und
zu
garantieren,
dass
sie
nicht
wieder
passieren.
Abgesehen
von
der
vollständigen
Umsetzung
der
Normen
des
Kirchenrechts
im
Umgang
mit
Fällen
von
Kindesmissbrauch:
kooperiert
weiter
mit
den
staatlichen
Behörden
in
ihrem
Bereich.
Für
die
Ordensoberen
gilt
dasselbe.
Sie
haben
ebenfalls
an
Diskussionen
hier
in
Rom
teilgenommen,
um
einen
eindeutigen
und
klaren
Weg
zum
Umgang
in
dieser
Angelegenheit
zu
entwickeln.
Es
ist
zwingend
erforderlich,
dass
die
Normen
der
Kirche
in
Irland
zum
Schutz
von
Kindern
kontinuierlich
überprüft
und
aktualisiert
werden
und
dass
sie
vollständig
und
unabhängig
in
Überein-stimmung
mit
dem
Kirchenrecht
angewandt
werden.
Ausschließlich
entschiedene
Handlungsweisen,
umgesetzt
in
voller
Aufrichtigkeit
und
Transparenz,
wird
den
Respekt
und
den
guten
Willen
des
irischen
Volks
der
Kirche
gegenüber,
der
wir
unser
Leben
geweiht
habt,
wiedergewinnen.
Das
muss
zuallererst
aus
Eurer
Selbsterforschung,
aus
innerer
Reinigung
und
geistlicher
Erneuerung
kommen.
Die
Menschen
Irlands
erwarten
zu
Recht,
dass
Ihr
Menschen
Gottes
seid,
dass
Ihr
gottgefällig
und
einfach
lebt
und
täglich
die
persönliche
Bekehrung
erstrebt.
Für
sie
- in
den
Worten
des
heiligen
Augustinus
-
seid
Ihr
Bischof;
aber
gemeinsam
mit
ihnen
seid
Ihr
berufen,
Christus
nachzufolgen
(Sermon
340,
1).
Ich
ermahne
Euch
deswegen,
Euren
Sinn
für
die
Rechenschaftspflicht
vor
Gott
zu
erneuern,
in
der
Solidarität
mit
Eurem
Volk
zu
wachsen
und
die
pastorale
Sorge
für
alle
Mitglieder
Eurer
Herde
zu
vertiefen.
Besonders
fordere
ich
Euch
auf,
achtsam
zu
sein
für
die
geistlichen
und
moralischen
Bedürfnisse
jedes
einzelnen
Eurer
Priester.
Gebt
ihnen
durch
Euer
eigenes
Leben
ein
Beispiel,
seit
ihnen
nahe,
hört
auf
ihre
Anliegen,
bietet
Ermutigung
in
dieser
schwierigen
Zeit
und
nährt
die
Flamme
ihrer
Liebe
zu
Christus
und
ihr
Engagement
für
den
Dienst
an
ihren
Brüdern
und
Schwestern.
Die
Gläubigen
sollen
ebenfalls
ermutigt
werden,
ihre
eigene
Rolle
im
Leben
der
Kirche
zu
spielen.
Sorgt
dafür,
dass
sie
so
ausgebildet
sind,
dass
sie
eine
verständliche
und
überzeugende
Darstellung
des
Evangeliums
in
mitten
der
modernen
Gesellschaft
geben
können
(1.
Petrusbrief
3:15)
und
vollständiger
mit
dem
Leben
und
dem
Auftrag
der
Kirche
kooperieren.
Dies
wird
umgekehrt
Euch
helfen,
wieder
glaubwürdige
Obere
und
Zeugen
der
erlösenden
Wahrheit
Christi
zu
werden. |
|
12.)
An
alle
Gläubigen
Irlands
Die
Erfahrung
der
Kirche
eines
jungen
Menschen
sollte
immer
aus
einer
persönlichen
und
Leben
spendenden
Begegnung
mit
Jesus
Christus
in
einer
liebenden,
nährenden
Gemeinschaft
Frucht
bringen.
In
dieser
Umgebung
sollten
junge
Menschen
ermutigt
werden,
ihre
menschliche
und
geistliche
Gestalt
voll
zu
entwickeln,
das
hohe
Ideal
der
Heiligkeit,
der
Nächstenliebe
und
der
Wahrheit
anzustreben,
und
von
den
Reichtümern
der
kulturellen
und
religiösen
Tradition
inspiriert
zu
sein.
In
unserer
zunehmend
säkularisierten
Gesellschaft,
in
der
selbst
wir
Christen
es
oft
schwer
finden,
über
die
transzendente
Dimension
unserer
Existenz
zu
sprechen,
müssen
wir
neue
Wege
finden,
jungen
Menschen
die
Schönheit
und
den
Reichtum
der
Freundschaft
mit
Christus
in
der
Gemeinschaft
der
Kirche
nahe
zu
bringen.
Für
die
Bewältigung
der
gegenwärtigen
Krise
sind
Maßnahmen,
die
gerecht
mit
individuellem
Unrecht
umgehen,
unerlässlich,
aber
allein
für
sich
sind
sie
nicht
ausreichend:
wir
brauchen
eine
neue
Vision,
um
zukünftige
Generationen
zu
inspirieren,
das
Geschenk
unseres
gemeinsamen
Glaubens
zu
schätzen.
Indem
Ihr
den
Weg
des
Evangeliums
geht,
durch
das
Halten
der
Gebote
und
dadurch,
dass
Ihr
Euer
Leben
immer
mehr
in
Übereinstimmung
mit
dem
Leben
Jesu
Christi
bringen,
werdet
Ihr
sicher
die
tiefe
Erneuerung
erfahren,
die
wir
in
dieser
Zeit
so
dringend
brauchen.
Ich
lade
Euch
ein,
auf
diesem
Weg
beständig
zu
sein |
|
13.)
Liebe
Brüder
und
Schwestern
in
Christus,
ich
wollte
Euch
diese
Worte
der
Ermutigung
und
Unterstützung
aus
meiner
Fürsorge
für
Euch
alle
in
dieser
schmerzvollen
Zeit,
in
der
die
Zerbrechlichkeit
des
menschlichen
Wesens
so
deutlich
offenbar
geworden
ist,
schreiben.
Ich
hoffe,
dass
Ihr
sie
als
Zeichen
meiner
geistlichen
Nähe
und
meiner
Zuversicht
in
Eure
Fähigkeit
empfangt,
den
Herausforderungen
der
Stunde
dadurch
zu
begegnen,
dass
Ihr
erneuerte
Inspiration
und
Stärke
aus
Irlands
nobler
Tradition
der
Treue
zum
Evangelium
empfangt,
Ausdauer
im
Glauben
und
Beharrlichkeit
im
Erstreben
von
Heiligkeit.
In
Solidarität
mit
Euch
allen
bete
ich,
dass
mit
Gottes
Gnade
die
Wunden,
die
so
viele
Einzelne
und
Familien
verletzt
haben,
heilen
und
dass
die
Kirche
in
Irland
eine
Zeit
der
Wiedergeburt
und
der
geistlichen
Erneuerung
erfahre. |
|
14.)
Ich
möchte
Euch
nun
auch
einige
konkrete
Initiativen
zum
Umgang
mit
der
Situation
vorschlagen.
Am
Ende
meines
Treffens
mit
den
irischen
Bischöfen
habe
ich
darum
gebeten,
dass
diese
Fastenzeit
reserviert
wird
für
das
Gebet
um
das
Ausgießen
der
Barmherzigkeit
Gottes
und
der
Geistesgaben
der
Heiligkeit
und
Stärke
über
der
Kirche
in
Eurem
Land.
Ich
lade
Euch
alle
ein,
die
Freitagsbuße
für
die
Dauer
eines
Jahres
bis
Ostern
2011
dieser
Intention
zu
widmen.
Ich
bitte
Euch,
Euer
Fasten,
Euer
Gebet,
Eure
Schriftlesung
und
Eure
Werke
der
Nächstenliebe
dem
zu
widmen,
damit
Ihr
so
die
Gnade
der
Heilung
und
der
Erneuerung
für
die
Kirche
in
Irland
erlangt.
Ich
ermutige
Euch,
aufs
Neue
das
Sakrament
der
Versöhnung
für
Euch
zu
entdecken
und
häufiger
die
verwandelnde
Kraft
seiner
Gnade
zu
nutzen.
Besondere
Aufmerksamkeit
sollte
ebenfalls
der
eucharistischen
Anbetung
zuteil
werden;
in
jedem
Bistum
soll
es
Kirchen
oder
Kapellen
geben,
die
speziell
diesem
Zweck
gewidmet
sind.
Ich
fordere
Pfarreien,
Seminarien,
Ordenshäuser
und
Klöster
dazu
auf,
Zeiten
eucharistischer
Anbetung
zu
organisieren,
so
dass
sich
alle
beteiligen
können.
Durch
intensives
Gebet
vor
dem
anwesenden
Herrn
könnt
Ihr
Wiedergutmachung
leisten
für
die
Sünde
des
Missbrauchs,
die
so
viel
Schaden
angerichtet
hat.
Gleichzeitig
könnt
Ihr
so
die
Gnade
neuer
Stärke
erflehen
und
einen
tieferen
Sinn
des
Auftrags
aller
Bischöfe,
Priester,
Ordensleute
und
Gläubigen.
Ich
bin
zuversichtlich,
dass
dieses
Unterfangen
zu
einer
Neugeburt
der
Kirche
in
Irland
führen
in
der
Fülle
von
Gottes
Wahrheit
führen
wird,
denn
es
ist
die
Wahrheit,
die
uns
frei
macht
(Johannesevangelium
8:32).
Darüber
hinaus,
nachdem
ich
darüber
beraten
und
gebetet
habe,
habe
ich
vor,
eine
Apostolische
Visitation
einiger
Bistümer
Irlands
abzuhalten,
ebenso
von
Seminarien
und
Ordensgemeinschaften.
Absprachen
für
diese
Visitation,
die
der
Ortskirche
auf
ihrem
Weg
der
Erneuerung
helfen
soll,
werden
in
Absprache
mit
den
zuständigen
Büros
der
römischen
Kurie
und
der
irischen
Bischofskonferenz
getroffen.
Die
Einzelheiten
werden
zu
gegebener
Zeit
bekannt
gegeben.
Ich
schlage
ebenfalls
eine
gemeinsame
Mission
in
ganz
Irland
für
alle
Bischöfe,
Priester
und
Ordensleute
vor.
Es
ist
meine
Hoffnung,
dass
durch
das
Nutzen
der
Expertise
erfahrener
Prediger
und
Exerzitienbegleiter
von
Irland
und
andernorts
und
durch
das
erneute
Studium
der
Dokumente
des
Konzils,
der
liturgischen
Riten
von
Weihe
und
Profess
und
der
neueren
päpstlichen
Lehren,
Ihr
zu
einem
tieferen
Verständnis
für
Eure
jeweilige
Berufung
kommt,
um
so
die
Wurzeln
Eures
Glaubens
in
Jesus
Christus
wieder
zu
entdecken
und
aus
dem
Quell
des
lebendigen
Wassers
zu
trinken,
den
er
Euch
durch
seine
Kirche
bietet.
In
diesem
Jahr
des
Priesters
empfehle
ich
Euch
ganz
besonders
den
heiligen
Jean-Marie
Vianney,
der
ein
reiches
Verständnis
des
Mysteriums
des
Priestertums
hatte.
Er
schrieb:
„der
Priester
hält
den
Schlüssel
zu
den
Schätzen
des
Himmels:
er
ist
es,
der
die
Tür
öffnet:
er
ist
der
Statthalter
des
guten
Herrn;
der
Verwalter
seiner
Güter."
Der
Pfarrer
von
Ars
verstand
sehr
gut,
wie
gesegnet
eine
Gemeinschaft
ist,
wenn
ihr
von
einem
guten
und
heiligen
Priester
gedient
wird:
„ein
guter
Hirte,
ein
Hüter
nach
Gottes
Herzen,
ist
der
größte
Schatz,
den
Gott
einer
Gemeinde
schenken
kann
und
eines
der
wertvollsten
Geschenke
göttlicher
Gnade."
Durch
die
Fürsprache
des
heiligen
Jean-Marie
Vianney
möge
das
Priestertum
in
Irland
neu
belebt
werden
und
möge
die
ganze
Kirche
in
Irland
wachsen
in
Wertschätzung
für
das
große
Geschenk
des
priesterlichen
Dienstes.
An
dieser
Stelle
möchte
ich
denen
im
voraus
danken,
die
an
der
Aufgabe
der
Organisation
der
Apostolischen
Visitation
und
der
Mission
beteiligt
sind,
und
genauso
den
vielen
Männern
und
Frauen
in
ganz
Irland,
die
schon
heute
für
den
Schutz
von
Kindern
im
kirchlichen
Umfeld
arbeiten.
Seit
der
Zeit,
als
wir
begonnen
haben,
die
Schwere
und
das
Ausmaß
des
Problems
zu
verstehen,
hat
die
Kirche
eine
ungemein
große
Anstrengung
in
vielen
Teilen
der
Welt
geleistet,
um
sich
dem
zu
stellen
und
um
Abhilfe
zu
schaffen.
Auch
wenn
keine
Anstrengung
aufgespart
werden
sollte,
die
Verfahren
zu
verbessern
und
zu
aktualisieren,
bin
ich
doch
ermutigt
durch
die
Tatsache,
dass
die
augenblicklichen
Verfahren
zur
Absicherung,
die
die
Kirche
eingeführt
hat,
in
einigen
Teilen
der
Welt
als
vorbildlich
für
andere
Institutionen
angesehen
werden.
Ich
möchte
diesen
Brief
mit
einem
besonderen
Gebet
für
die
Kirche
in
Irland
beenden,
das
ich
Euch
mit
der
besonderen
Sorge
des
Vaters
für
seine
Kinder
und
der
Zuneigung
eines
Mitchristen
sende,
der
skandalisiert
und
verletzt
ist
durch
das,
was
in
unserer
geliebten
Kirche
geschehen
ist.
Wenn
Ihr
es
in
Euren
Familien,
Pfarreien
und
Gemeinschaften
betet,
möge
die
selige
Jungfrau
Maria
jeden
von
Euch
schützen
und
leiten
zu
einer
engeren
Verbindung
mit
ihrem
Sohn,
dem
Gekreuzigten
und
Auferstandenen.
Mit
großer
Zuneigung
und
unentwegter
Zuversicht
in
Gottes
Zusage
sende
ich
Euch
herzlich
meinen
apostolischen
Segen
als
eine
Zusage
von
Stärke
und
Frieden
im
Herrn.
Aus
dem
Vatikan,
19.
März
2010,
am
Hochfest
des
heiligen
Josef
BENEDICTUS
PP.
XVI |
|
Gebet
für
die
Kirche
in
Irland
Gott
unserer
Väter,
erneuere
uns
im
Glauben,
der
unser
Leben
und
unsere
Rettung
ist,
in
der
Hoffnung,
die
uns
Vergebung
und
innere
Erneuerung
verheißt,
in
der
Nächstenliebe,
die
uns
reinigt
und
unsere
Herzen
öffnet,
dass
wir
dich
lieben
und
in
dir
jeden
unserer
Brüder
und
Schwestern.
Herr
Jesus
Christus,
möge
die
Kirche
in
Irland
ihre
uralte
Hingabe
an
die
Bildung
für
junge
Menschen
zu
Wahrheit
und
Güte,
Heiligkeit
und
freizügigem
Dienst
an
der
Gesellschaft
erneuern.
Heiliger
Geist,
Tröster,
Anwalt
und
Lenker,
erwecke
einen
neuen
Frühling
der
Heiligkeit
und
apostolischen
Eifers
für
die
Kirche
in
Irland.
Mögen
unser
Leid
und
unsere
Tränen,
unsere
ernsten
Anstrengungen,
vergangene
Untaten
wieder
gut
zu
machen,
und
unsere
feste
Absicht
der
Besserung
eine
reiche
Ernte
der
Gnade
tragen
für
die
Vertiefung
des
Glaubens
in
unseren
Familien,
Pfarreien,
Schulen
und
Gemeinschaften,
für
den
geistlichen
Fortschritt
der
irischen
Gesellschaft,
und
das
Wachsen
in
Nächstenliebe,
Gerechtigkeit,
Freude
und
Frieden,
in
der
gesamten
Menschheitsfamilie.
Dir,
dreieiniger
Gott,
vertrauend
auf
den
liebenden
Schutz
Mariens,
Königin
Irlands,
unserer
Mutter,
und
des
heiligen
Patrick,
der
heiligen
Brigid
und
aller
Heiligen,
vertrauen
wir
dir
uns,
unsere
Kinder,
und
die
Nöte
der
Kirche
in
Irland
an.
Amen.
|
|
[©
Copyright
2010
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Libreria
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Vaticana] |
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Veröffentlichung
mit
freundlicher
Genehmigung
von
ZENITH. |
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