VII. Die Fertigstellung der Kirche wurde am 13. Dezember 1958
mit der Orgelweihe und einem Orgelkonzert festlich begangen.

Kantor Franz Perey von St. Agnes spielte Werke von Joh. Seb. Bach und Cesar Franck.
Zu dieser Feierstunde waren alle am Bau Beteiligten, Architekt, Bauleiter, Statiker, Handwerker, Arbeiter, Künstler und die Vertreter von Kirche und Stadt eingeladen.


Ein anonym bleiben wollender Wohltäter hatte für die Orgel DM 35.000,00 gestiftet, aus Freude darüber, dass er den Weg zur katholischen Kirche gefunden hatte.


Die Orgel umfasst 26 Register (22 Labial- und
4 Zungenregister auf 2 Manualen und Pedal).
Sie hat Schleifladen, elektrische Traktur, einen beweglichen Spieltisch. Nach der Disposition des verstorbenen Professors Hans Bachem wurde sie in der Orgelbauanstalt Franz Breil in Dorsten angefertigt.
Den eigenwilligen, in das Mauerwerk eingelassenen Prospekt, der später vielfach nachgeahmt wurde, entwarf Hans Schilling.

VIII. Am Tage darauf, am Sonntag Gaudete,
dem 14. Dezember 1958, fand um 10 Uhr der erste Gottesdienst statt.

 


Gemmenkreuz und Orgel

Prälat Dr. Grosche benedizierte die Kirche und feierte die erste heilige Messe. Die feierliche Konsekration durch den Erzbischof war für später vorgesehen.
Von Anfang an erregte die Kirche Aufsehen.


Durch die Publikationen in der Tagespresse und in Fachzeitschriften wurde sie weithin bekannt.
Zahlreiche Besucher aus aller Welt fanden sich im Laufe der nächsten Monate und Jahre ein, darunter viele Priester, Bischöfe, Architekten, Künstler.


Die Kölnische Rundschau
schrieb am 11. Dezember 1958:
„Insgesamt ist hier aus einer echten Werkgemeinschaft ein modernes Gotteshaus entstanden, das zugleich Aufsehen erregen und den Betern Geborgenheit bieten wird.


Es ist ein Tempel Gottes, der aus den Trümmern von Menschenbauten und -plänen, nämlich aus Steinen von kriegszerstörten Häusern errichtet wurde, herb und vom Geist erfüllt und ganz anders als die Häuser


der Menschen ... Die Kirche bedeutet einen Schritt nach vorn in der modernen katholischen Sakralarchitektur. Bei der Planung hat man sich auf die voraussehbaren Entwicklungen eingestellt, welche die Liturgie in naher Zukunft nehmen wird.


Um nur eines anzudeuten: die Altar- und Chorraumgestaltung ist für die Zelebration zum Volk eingerichtet. In diesem Zusammenhang steht auch das Gepräge des Sakramentsaltars.


Besondere Aufmerksamkeit fand

das überaus kostbare Gemmenkreuz
über dem Hochaltar, das die Fuldaer Benediktinerin Liobo Münz im Zusammenwirken mit Frau Professor Elisabeth Treskow (Kölner Werkschulen)
geschaffen hat.


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Last Update:  21.04.08 13:24 H. Wolfgarten