Von der alten Pfarrkirche St Alban am Quatermarkt
zur neuen Pfarrkirche St. Alban im Stadtgarten.


Die alte Kirche St. Alban am Quatermarkt.
Dr. Hugo Poth berichtet:

Am Sonntag Gaudete des Advent, am 14. Dezember 1958, erhielt die neu erbaute Kirche St. Alban im Stadtgarten die kirchliche Weihe, und es wurde die erste heilige Messe
gefeiert. Seitdem ist unser Herr Jesus Christus unter der eucharistischen Gestalt des Brotes im Tabernakel gegenwärtig.
Für uns ist dieses Ereignis Anlass, uns mit der Geschichte der Translation des Titels einer der ältesten Kölner Pfarrkirchen, sowie der Planung und dem Bau der neuen Kirche im Stadtgarten zu befassen.


Blick auf die Dachgruppe der alten St. Alban Kirche in Richtung Dom vor dem 2. Weltkrieg.

I. Die alte Pfarrkirche St. Alban  zählt mit St. Peter,
St. Kolumba
und der heute in der Altstadt nicht mehr existierenden Kirche St. Laurentius zu den vier ältesten Kölner Pfarrkirchen.


Ein dem heiligen Priester und Märtyrer Alban - er lebte im
4. Jahrhundert - geweihtes Gotteshaus bestand schon vor dem Jahre 800 am Quatermarkt. Vieles spricht dafür, dass der Kölner Erzbischof Agilolfus auf Anregung des heiligen Bonifatius die Verehrung des Mainzer Heiligen förderte und in Köln eine Kapelle zu Ehren des heiligen Alban bauen ließ.


St. Alban am Quatermarkt
nach dem Umbau zur dreischiffigen Basilika

und Turm 1668/1672 bis zur Zerstörung 1945.

Aus der kleinen Kapelle wurde später eine Pfarrkirche.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach
umgebaut und erweitert. Über ihren Anfang sind keine zuverlässigen Nachrichten vorhanden. Zum ersten Mal kommt der Name der Pfarrkirche 5t. Alban im Jahre 1149 in einer Urkunde vor, in welcher ein "Hartmannus de S. Albano" erwähnt wird. Die Pfarre war ebenso wie St. Laurentius und St. Kolumba dem Dom angeschlossen.


Die älteste Baunachricht ist einer Schreinseintragung zu entnehmen, nach der im Jahre 1323 der Jude Joseph v. Arwilre Geld gibt, das für den Turmbau deponiert wird.
Der Kirchhof von St. Alban lag auf der Nordseite der Kirche, hinter den Häusern an der „Höhle".
Er war jedoch zu klein, so dass zur Zeit der Pest im Jahre 1451 die Kirchmeister sich beim Rat der Stadt die Erlaubnis einholten, die Toten auf dem freien Platz zwischen den Häusern des Heinrich Hardefuyst und des Malers Stephan Lochner - dem heutigen Parkplatz - beerdigen zu dürfen, Stephan Lochner, Mitglied der Pfarre St. Alban, wurde damals auch von der Pest hinweggerafft.  Auf einen nicht näher bezeichneten Bau am Ende des 15. Jahrhunderts bezieht sich eine Stillung von 5 oberld. Gulden „zu deme buwe der Kirspelskirchen zo sant Albain". Von diesem älteren Bau rührt der Turm her.


Ein durchgreifender Umbau, bei dem die Kirche ihre spätere eigenartige Gestalt erhielt, fand in den Jahren 1668 - 1672 statt. Im Jahre 1670 bewilligte der Rat der Stadt 15.000 Ziegelsteine für den Bau der Kirche.
Die Kosten für die Erneuerung der Kirche im Jahre 1776 wurden zum Teil von der Familie de Groote gedeckt. Weitere Reparaturen fanden in den Jahren 1826 und 1832 statt 1895/96 wurden Turm und Westfassade instand gesetzt.


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Last Update:  21.04.08 13:24 H. Wolfgarten