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"Finger weg von
unserem Hort"
rufen die
Kinder von St. Gereon den Politikern zu,
die lieber in Ganztagsschulen investieren wollen.
Leiterin Eva
Oles (rechts) ist ganz ihrer Meinung.
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Dem kleinen Hort droht das Aus
Kirchengemeinde sammelte
600 Unterschriften für den Erhalt
Der Hort von St. Gereon kämpft um sein Überleben.
Würde er geschlossen, gäbe es im Gereonsviertel keine Betreuungseinrichtung für
Kinder mehr.
VON SEBASTIAN ZÜGER
Innenstadt - Adrian ist ein kleiner,
ernster Mann von neun Jahren. Einer, der sich Gedanken macht über
das, was um ihn herum passiert. Und er hat gelernt, dass es bisweilen
nützlich sein kann, seine Gedanken
kund zu tun, wenn man den Lauf der Dinge in seinem Sinne beeinflussen
will. „Kinder brauchen Horte", hat
er einen Artikel überschrieben, den er im „Montessorischulanzeiger"
veröffentlicht hat.
Der Artikel tut Not, denn die Politiker wollen die Horte nicht mehr staatlich
bezuschussen, sondern lieber in Ganztagsschulen investieren und dabei
Geld sparen.
Für den Hort der katholischen Gemeinde St. Gereon, der
20 Kinder betreut, würden die Pläne der Landesregierung, sollten sie
Wirklichkeit werden, das Aus bedeuten. |
Denn rund die Hälfte der laufenden Kosten trägt der
Zuschussgeber, alleine wäre die Kirchengemeinde überfordert. Mit dem
Hort müsste auch die dazu gehörige, ebenfalls 20 Pänz große
Kindergartengruppe schließen, fürchtet Eva Oles, die Leiterin der Einrichtung:
„Wir sind einfach zu klein.".
Zumindest aber ist die Unterstützung aus dem Umfeld groß:
600 Unterschriften hat die Gemeinde gesammelt und an den Oberbürgermeister, den
Jugendhilfe- ausschuss, die Kölner Parteien und das Erzbistum übergeben.
„Das zeigt", sagt Oles, „dass wir ein wichtiges Element in der Gemeinde sind. Für
junge Familien gibt es im Gereonsviertel keine
Alternative."
Und als gewünschten Nebeneffekt bringt der Hort auch Nachwuchs in die
Gemeinde, der sonst ausbliebe - wie Adrian zum Beispiel:
„Ich bin doch kein Stubenhocker. Aber ohne den
Hort säße ich nach der Schule zu Hause rum." |
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