Der Kölner Stadtanzeiger berichtet am Montag, 20. August 2001 wie folgt:

Romanische Kirchen
Von der Verheißung zur Erfüllung
Gotteshäuser von Freitag an im Internet

von Markus Düppengießer

Praktisch die ganze Welt strebt ins Internet. Und da sollen die romanischen Altstadtkirchen Kölns nicht länger abseits stehen. Auch sie sind bald zur virtuellen Besichtigung freigegeben - dafür sorgt der Förderverein Romanische Kirchen Köln zu seinem 20-jährigen Bestehen. 
Vom 24. August an kann jeder das Kreuzigungsfenster von St. Maria im Kapital vom heimischen Computer aus in Augenschein nehmen und sich online über die Baugeschichte von St. Georg informieren.
„Wir wollen mit dem Projekt keinesfalls dafür sorgen, dass der Besuch der romanischen Kirchen überflüssig wird", merkte die Geschäftsführerin des Fördervereins Margrit Jüsten-Hedtrich bei der Präsentation der Internetseiten an. „Aber: Man sieht ja nur das, was man weiß. Und ich hoffe, die Besucher der Kirchen sehen etwas mehr, wenn sie vorher auf unserer Homepage waren." Zum Beispiel die Gewölbemalereien in St. Maria Lyskirchen: Biblische Szenen sind hier dargestellt. 
Über die Internetpräsenz erfährt man nicht nur, welche Episode zu sehen sind. Ein Klick mit der Maus, und der zugehörige Text aus der Heiligen Schrift
wird angezeigt. Noch ein Klick, und es wird erläutert, wieso in dem Gewölbe jeweils eine Szene aus dem Alten Testament einer anderen aus dem Neuen Testament gegenübergestellt ist. Diese Darstellungsart wird „typologisch" genannt: Zur Verheißung aus dem Alten wird die Erfüllung im Neuen Testament in Beziehung gesetzt.

Auf insgesamt 600 Seiten mit 700 Bildern wird noch vieles mehr erklärt:


Was ist Romanik überhaupt? 
Welche Legenden verbinden sich mit den Gotteshäusern, 
um die es geht? 
Wann sind diese geöffnet,
welche Angebote machen die einzelnen Gemeinden?


Alle zwölf romanischen Altstadtkirchen werden von der kommenden Woche an im Internet sein. Aber erst bei vieren von ihnen  - St. Maria im Kapitol, 
St. Severin, St. Maria Lyskirchen und St. Georg - ist die Darstellung schon komplett. 
An den acht anderen wird noch gearbeitet.
Inhaltlich konzipiert werden die Seiten durch Margrit Jüsten-Hedtrich und den Kunsthistoriker Christoph Bellot. Die technische Realisierung führte die Firma Cologne Digital GmbH durch. Die Kosten - bislang 75 000 Mark - 
teilen sich Kreis- und Stadtsparkasse sowie die Kölner Bank. 

www.romanische-kirchen-koeln.de

Presseberichteübersicht Pressebericht 18. Juli 2001 
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Last Update: 21.06.08 11:45
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