Der Kölner Stadtanzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom Dienstag, 19. Februar 2008


Eine kuriose Auflage und Stadtarchiv-Pläne rund um St. Gereon

 "Stadtarchiv soll zurück an alten Standort"


Das Aktionsbündnis Stadtbaukultur sorgt sich um die Entwicklung des Gereonsviertels.

 

VON MATTHIAS PESCH

In diesem neugotischen Bau an St. Gereon war das Stadtarchiv bis 1971 untergebracht -und dorthin soll es nach dem Willen des Aktionsbündnisses Stadtbaukultur auch zurückkehren.
BILD: WORRING
Das Historische Archiv der Stadt Köln soll an seinen ehemaligen Stammsitz gegenüber der Basilika St. Gereon zurückkehren. Dafür machen sich das „Aktionsbündnis Stadtbaukultur", die Historische Gesellschaft Köln sowie die Pfarrgemeinde St. Gereon stark.

Zusammen mit dem benachbarten Archiv des Erzbistums und dem Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchiv entstünde auf diese Weise „ein regelrechtes Archiv-Viertel", so Peter Canisius vom „Aktionsbündnis". Eine Idee, die Archiv-Leiterin Bettina Schmidt-Czaia sehr begrüßt:
„Dann würde sich ein historischer Kreis schließen."

Aus dem neogotischen Bau, Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, war das Archiv 1971 an die Severinstraße gezogen - für die geplante Dauer von 30 Jahren. Die sind längst vorbei, und der Raum wird immer knapper. Nach den Vorstellungen der Umzugs-Befürworter könnte am alten Sitz an St. Gereon für die Magazine in die Tiefe gebaut werden - so wie es das Erzbistum mit seinem Archiv bereits vorgemacht hat.

Im repräsentativen Hauptbau könnten laut Schmidt-Czaia beispielsweise Lesesaal, Vertrags- oder Ausstellungsräume untergebracht werden, Werkstätten und Büros in einem angrenzenden Gebäude, das vom Bauherrn Frankonia Eurobau im Zuge der gesamten Umgestaltung des Gerling-Areals neu errichtet werden soll.

„Die Verwaltung prüft derzeit allerdings noch verschiedene Strandorte", so die Archiv-Leiterin.
Das „Aktionsbündnis Stadtbaukultur" hat allerdings nicht nur die Zukunft des Archivs im Blick, sondern sorgt sich insgesamt um die Entwicklung des Viertels rund um die romanische Basilika St. Gereon.

Die Mitglieder sehen in den Plänen des Architekturbüros Kister Scheithauer Gross viele positive Ansätze, wollen aber eines sichergestellt wissen: „Die Kirche muss ihren einzigartigen, das Stadtbild prägenden Charakter behalten", fordern Canisius und Hanns Schaefer.

Dieses Anliegen sehen sie beispielsweise
gefährdet, wenn das Haus Chritophstraße 15 bis 21 sechsstöckig neu gebaut werden sollte.
Auch die geplanten neuen Gebäude rund um das alte Archiv dürften vier Geschosse „in keinem Fall überschreiten".
Es gehe nicht nur darum, das das im Höhenkonzept festgeschriebene Limit (22,50 Meter Traufhöhe eingehalten werde - wo die bestehende Bebauung niedriger sei, dürfe nicht aufgestockt werden.
Presseberichte-Übersicht Pressebericht vom Pressebericht11Oktober2006

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Last Update:21.06.08 11:45  

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