Der Kölner Stadtanzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 13. Februar 2004

Musik spiegelt sich in Kirchenfenstern
Jürgen von Moock stellt auf einer CD die neue Weimbs-OrgeI 
in der Kölner Kirche St. Gereon vor.


VON MARIANNE KIERSPEL
Die romanische Kirche St. Gereon verbindet Kultur von der Spätantike bis zur Gegenwart. Nun stellt der Kantor Jürgen von Moock seine neue Weimbs-OrgeI auf der CD
„Lichtblicke - Klangräume" vor (erschienen beim Düsseldorfer Label PsaIIite). 

Auch sein Musikprogramm überspannt die Zeiten. Er wählt fünf der berühmten Kirchen-
fenster von Georg Meistermann aus - sie zeigen Propheten, Flammen des Geistes, drei Könige, Lamm und Todesreiter aus der Apokalypse..
Der Organist stellt ihnen Werke vom Barock bis zur Moderne zur  Seite und erklärt, welche Korrespondenz zum jeweiligen Bildthema er sieht. So ordnet er den aufrechten Propheten Johann Sebastian Bachs formstrenge Passacaglia c-Moll zu, die er finster registriert und herb spielt. Zum Todesreiter wählt er Werke von Jehan Alain und Marcel Dupre über Trauer und Verzweiflung. Jedes dieser fünf Bild-Musik-Kapitel ergänzt von Moock durch Improvisationen. 

Da lässt er die Orgel gern donnern und aufrauschen. So schreibt etwa seine Toccata zum „Dies trae" die Schreckensvisionen der - vielleicht allerberühmtesten, meist verwendeten und usurpierten - mittelalterlichen Sequenz in die Gegenwart fort.

Der Organist, der in Köln bei Viktor Lukas, dem früheren Gürzenich-Organisten, studiert hat, erweist sich als virtuoser Interpret und fantasievoller Improvisator. 
Seine sehr persönlich anmutende und sorgfältig (auf Deutsch und Englisch) kommentierte CD-Produktion enthält Fotos von St. Gereon, der Fenster, der Orgel, Gedanken zum rheinischen Orgelbau und alle Registrierangaben. Eine Empfehlung f ür Freunde der Kunst, der Architektur und der heute wieder prächtig aufblühenden Kölner Orgellandschaft.
Presseberichteübersicht Pressebericht vom 14.07.2003

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Last Update:21.06.08 11:49  

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