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Der Kölner
Stadtanzeiger berichtet am Montag, 10. Februar 2003
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Daverkausen gibt Basilikapfarrei St. Gereon ab
Gesundheitliche Gründe - Meisner nimmt
Rücktrittsgesuch an - Nachfolge unklar
Der
64-jährige hört Ende Juni auch als Dechant für Köln Mitte/Nord auf.
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von
Joachim Frank
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Karl-Josef
Daverkausen
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Karl-Josef Daverkausen, Pfarrer an der romanischen Basilika
St. Gereon, gibt überraschend die Leitung der Kölner Innenstadtpfarrei zur Jahresmitte auf.
In einer persönlichen Erklärung informierte der 64 Jahre alte Geistliche gestern die
Gottesdienstbesucher über seinen Schritt.
Auf „dringendes Anraten" seines Arztes habe er den Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim
Meisner, gebeten, ihn mit Vollendung des
65. Lebensjahres von seinem Amt zu
entbinden.
Meisner hat dem Rücktrittsgesuch zum 30. Juni entsprochen. |
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Auf Nachfrage des "Kölner Stadt-Anzeiger" sagte
Daverkausen, dass damit auch seine Tätigkeit als Dechant in Köln Mitte/Nord ende. Für diese Funktion hatte
Meisner den Pfarrer nach dessen Wahl durch den Dekanatsklerus im Jahr 2001 ernannt. Üblicherweise
amtiert ein Dechant sechs Jahre. Daverkausen sagte, er habe dem Erzbischof angeboten, in Zukunft nach
seinen „Kompetenzen" und Möglichkeiten eingeschränkt tätig sein zu wollen. Eine Entscheidung
über konkrete Aufgaben sei aber noch nicht gefallen, fügte er auf Anfrage hinzu.
Der sichtlich bewegte Daverkausen kündigte an, sich auf einem Pfarrfest im
Juli von der Gemeinde verabschieden zu wollen.
Daverkausen ist seit 39 Jahren Priester. 1990 übernahm er die Pfarrstelle an St. Gereon.
Bis 1994 leitete er parallel die Katholische Studentengemeinde, für die er seit 1985 zuständig war.
Schlagzeilen machte sein Entschluss, im Januar 2001 die Kölner Beratungsstelle des Vereins „Donum Vitae"
einzusegnen. Weil die von Laienkatholiken getragenen Einrichtungen gegen den Kurs des Papstes und der
deutschen Bischöfe - schwangeren Frauen nach der gesetzlich vorgeschriebenen Konfliktberatung
weiterhin den umstrittenen „Schein" ausstellen, war die Einweihung der Büroräume auf scharfe Kritik
Kardinal Meisners gestoßen. (jf)
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