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Auf einem vor der Stadtmauer gelegenen
Gräberfeld entstand in der 2. Hälfte des 4. Jh. eine Totenge-dächtnis-Kapelle,
die Bischof Gregor von Tours im Jahre 590 als „ad sanctos
aureos", d.h. „zu den goldenen Heiligen" bezeichnete, da sie mit Heiligendarstellungen
in Mosaiktechnik ausge-schmückt war.
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Die abgebildeten Heiligen wurden bald
darauf mit dem römischen Soldaten und Kölner Stadtpatron
Gereon in Verbindung gebracht, der in Köln das Martyrium erlitten
hatte. Von 1067 bis 1069 entstand ein neuer Langchor mit zwei Flankentürmen
und einer dreischiffigen Krypta. Zwischen 1151 und 1156 erweiterte man
den Langchor um einen turmflankierten Etagenchor. 1219 bis 1227 erhielt der spätantiken
Ovalbau einen steinernen Mantel, wodurch dieser zum Dekagon (= Zehneck) wurde.
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Die Bauzeit der Taufkapelle
liegt zwischen 1242 und 1245;
die Sakristei entstand zwischen 1315 und 1319. |
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Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche
schwer beschädigt. Die vollständige Wiederherstellung
dauerte bis 1984.
Das Innere des Dekagons ist ein vertikal
betonter Zentralraum mit einer Scheitelhöhe von 34,55 Metern, der von einer Kuppel mit 21 Metern
Spannweite überfangen wird. Das Dekagon ist damit der bedeutendste
Kuppelbau zwischen der Hagia Sophia und dem Dom von Florenz.
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Die Farbfenster stammen von Georg Meistermann
und Wilhelm Buschulte aus dem Jahr 1981.
Der Langchor liegt deutlich höher
als das Dekagon und ist über eine Treppenanlage zu erreichen.
Die nur noch schemenhaft erhaltene
Wandmalereien der Apsis entstanden in der 2. Hälfte des 12.
Jh.
und zeigen im Zentrum Christus als
Weltenherrscher.
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Die neue Orgel der Firma Weimbs mit
30 Registern ist über dem Eingang an der westlichsten Seite
des Dekagons angebracht und wurde am 20. September 2001 durch
Kardinal Meisner eingeweiht. |
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