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Die
neue Gestaltung des Vorplatzes lässt Spuren der spätantiken
Atriumsanlage sichtbar, Traufrinne und Pfeilersockel. Außen
begegnet man schon den Spuren unseres Jahrhunderts, das sich wie
jedes vor ihm bei Restaurierungsarbeiten immer auch zu eigener
Gestaltung herausgefordert fühlt.
Von Werner Schürmann stammt das Bronzetympanon
über dem Eingang zur Krypta, für diesen damals einzig benutzbaren
Raum kurz nach dem Kriege geschaffen. Noch aus den späten zwanziger Jahren zeugt die Umrahmung des
Nordportals von einer der vielen Umgestaltungen der Vorhalle.
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Lambert Schmidthausen hat hier Verkündigung,
Johannes den Täufer und Johannes
den Evangelisten zusammen gestellt. Über einem der Strebepfeiler,
über dem, den der letzte Krieg bis in die Grundfesten erschütterte
und zerstörte, erinnert die Friedens-taube Theo Heiermanns an das Wüten
dieser Jahre, verkündet Hoffnung.
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In der Vorhalle, über hohe Portale
zugänglich, hüten zwei mächtige Löwen, wohl erst
nachträglich an diese Stelle versetzt, den Eingang zum Dekagon. Sie
liegen auf Pfeilern, die ähnlich in den Nebenräumen erscheinen,
Spuren der romanischen Gestalt der Vorhalle, die Ende des 14. Jh. durch
die Stiftung des Kanonikus Suderland ihre Gewölbe erhielt.
Glänzend restauriert, leuchtend in
den Farben ist das Tympanon über dem Eingang wiederhergestellt. Es
zeigt Christus als den Weg des Heils, neben ihm Gereon und Helena. Darunter
berichtet eine Inschrift von der Fülle der Heiligen, die hier ruhen: |
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„Templum Sanctorum Gereonis sociorum
eius CCCXVIII Thebaeorum Martyrum, et
Gregorii sociorum eius CCCLX Maurorum Martyrum" - |
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Kirche der Märtyrer, des heiligen
Gereon und seiner 318 thebäischen und des heiligen Gregor und seiner
360 maurischen Gefährten. Das Gitter darunter entstand zur Zeit der
Portalumrahmung auf der Nordseite der Vorhalle, entworfen von Hans Hansen
und von Heinrich Hecker ausgeführt. |
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Vorhalle mit Dekagon
Außenansicht |
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In
den Boden der Vorhalle eingelassen, Denkmal und
Orientierungshilfe für Besucher zugleich, ist ein Grundriss der
Kirche, noch umgeben von den untergegangenen Stiftsgebäuden, aus
Bronze von Andreas Dilthey. An der Südwand hängt ein Kruzifix
des 16. Jh. mit jüngeren Figuren des Johannes und der Maria. In
der erst 1897 entstandenen Kapelle der Südseite der Vorhalle hat
eine Michelangelo folgende Pietä des Düsseldorfer
Künstlers Johann Reiss aus dem gleichen Jahr die Bomben
überstanden. |
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In der
Kapelle auf der Nordseite hängt eine Kreuzigungsdarstellung der Mitte
des 16. Jh. Neben Maria und Johannes treten Gereon, Papst Silvester,
Bischof Hildebold und Helena mit dem Modell ihrer Kirche. Auch eine
Reihe der kostbaren Grabdenk-mäler ist erhalten, wie das des Propstes
Krytwyss des frühen 16. Jh. oder das der beiden Grafen von Königsegg,
die als Dekan und Coadiutor des Dekans das Stift leiteten. Wobei
allerdings der Jüngere, entgegen den Hoffnungen des Nepotismus, früher
starb. Die drei Westfenster der Vorhalle von Georg Meistermann sind den
Erzengeln Michael, links, und Raphael, rechts, gewidmet. Zwischen ihnen
leuchtet die Wurzel Jesse. Georg Meistermann entwarf auch das Fenster
der Nordkapelle mit dem Prolog des Johannesevangeliums, die
Ornamentfenster der Südkapelle sind von Wilhelm Teuwen.
Text-Copyright: Werner Schäfke |
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