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Spätantiker Gründungsbau
4. Jahrhundert
Auf ovalem Grundriss wurde im 4. Jahrhundert ein
monumentaler Bau errichtet. Seine Grundgestalt ist deutlich im Zentralbau der Kirche erkennbar und
sein Mauerwerk ist im heutigen Bau noch erhalten.
Dieser Gründungsbau kann gut rekonstruiert werden. So sind die Nischen im
Erdgeschoss, auch Konchen genannt, je vier im Süden und vier im Norden, in ihrer ursprünglichen Gestalt weitgehend erhalten. Die beiden westlichen Konchen der Südseite, die während des Krieges zerstört worden
sind, konnten rekonstruiert werden. Die Konchen hatten drei Fenster, deren Gestalt mehrfach verändert wurde. Auszunehmen sind die beiden östlichen
Konchen, die jeweils nur ein Fenster hatten.
Erkennbar sind im Mauerwerk die Bögen der alten Fensteröffnungen. Die vermutlich
zweigeschossige Ostapsis ist nicht mehr erhalten. Sie musste später dem Anbau des Langchores weichen. Die
Wandzone über dem Erdgeschoss des zentralen Raumes, als Tambour bezeichnet, wurde von
großen Fenstern durchbrochen, die sich axial über den Konchen befanden und viel Licht in den Raum
hineinließen. An der Stelle dieser Fenster befindet sich heute die Emporenzone.
Es ist davon auszugehen, dass über der Tambourzone eine Massivkuppel begann,
die den ovalen Raum überwölbte.
Außerhalb des Gebäudes, neben dem Eingang, gab es zwei vier Meter hohe Wandnischen. Vorgelagert
waren ein Narthex (Vorhalle) und ein Gebäudekomplex mit Atrium (Innenhof).
Text-Copyright:
Dr. Martina Langel ML. |