Langchor
vor der Kriegszerstörung



Das Foto des Langchores aus der Zeit vor der Kriegs-zerstörung vermittelt einen Eindruck seines Aussehens im Mittelalter und in der Barockzeit. Es zeigt vor den Wänden unten zunächst das alte Chorgestühl. Dies war der Ort. in dem die Chorherren zum Stunden-gebet anwesend sein sollten. Standfiguren zierten die Wangen. zahlreiche Figuren aus Tier- und Fabelwelt wurden als Schmuck der Handknäufe gearbeitet. Das Gestühl entstand wohl Anfang des 14. Jahr-hunderts kurz vor dem Gestühl des Kölner Domes. Es ist im Krieg verbrannt. Als es aufgestellt wurde, schmückten Mosaikbilder den Fußboden im Chor, deren erhaltene Stücke jetzt in der Krypta verlegt sind.

Das Foto zeigt weiterhin an den Wänden unterhalb der Fenster aufwendige geschnitzte Sehränke mit gedrehten Säulen, Rankenwerk, eingestellten Figuren und einer bewegten Reihe geschnitzter Engel. Die Holzfigur des Gereon, die heute im Langchor steht, entstammt diesem aufwändigen Schmuck. Die prächtigen Schränke waren Reliquienschränke, die zur Aufbewahrung von Schädeln der Heiligen gebraucht wurden. Sie waren die modernen Nachfolger  mittel-alterlicher Schränke, die sowohl hier, als auch im Dekagon gehangen haben.
 

Dr. Martina Langel ML. 

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Last Update:  02.11.09 18:33 H. Wolfgarten