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Grundriss der Krypta |
Zur Krypta führen
aus den östlichen Konchen des Dekagons zwei schmale Gänge. Der
Bereich zwischen Chor und Dekagon ist mehrfach umgestaltet worden. So hat
man Ende des 19. Jh. zwei weitere Durchgänge, nahe der Confessio,
angelegt, die jetzt aber im Westen wieder verschlossen sind.
Eine doppelte Arkade
öffnet, wohl erst Anfang des 13. Jh. hinzugefügt, in der Krypta
den Blick auf die dort übereinander gestellten Sarkophage. Eine Doppelsäule
mit zierlichem Kapitell trennt die Bögen. Darüber ist Ende des
13. Jh. eine Kreuzigung als Wandmalerei gesetzt worden, der St. Gereon
und die hl. Helena, die legendäre
Gründerin der Kirche, als Assistenzfiguren beigegeben sind.
Aus der
gleichen Zeit um 1300 stammen die weiter östlich sichtbaren Rankenornamente
in den Kreuzgratgewölben. Noch aus der staufischen Bauzeit stammt
die nur fragmentarisch erhaltene Inschrift auf einem der östlichen
Kapitelle:
„IN
HAC TUMBA CONDITUM EST..." -
in diesem Grabmal
ist beigesetzt...
Damit wird wohl darauf angespielt,
dass man Reliquien der Thebäer (?) im Kapitell untergebracht hat.
Kostbarster Bestand der Krypta sind die im östlichen Teil Ende des 19.
Jh. neu verlegten Reste des
staufischen Fußbodenmosaiks aus dem Chor. |
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Aus Berichten
des 16. Jh. ist bekannt, dass es schon damals nur noch fragmentarisch
erhalten war. Im 17. Jh. vom Chor in die Krypta verlegt, hat man seinen
Bruchstücken früh im 19. Jh. Aufmerksamkeit geschenkt. Der Maler
Tony Avenarius hat dann die Bruchstücke
als „Puzzle" angesehen, durchgepaust, wieder zusammengesetzt und ergänzt.
In zwölf großen Feldern werden, eindrucksvoll knapp, Szenen
aus den Geschichten um David und Samson als Vorläufer Christi erzählt.
Kleinere Felder mit Tierkreiszeichen, stark ergänzt, runden das Bild
ab. Italienische Vorbilder sind zu erkennen.
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Eingang zur Krypta von der Nordseite
der Basilika

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Blick in die Krypta nach
Westen.
Der Hochaltar entstand
um 1540. |
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Eine reizvolle Mischung
gotischer Grundformen im Renaissancegewand bietet der Kreuzigungsaltar
im Zentrum der Krypta. Er ist noch Zeugnis der Anfänge der Renaissance
in Köln, entstanden in den Jahren
um 1540, ein einzigartiges
Stück im Rhein-land, das sonst erst im 17. und 18. Jh. wieder Altäre
baut. Hier zelebrierte Petrus Canisius, der bedeutende Theologe der Gegenreformation,
im Juni 1546 seine erste Messe. Die bei aller Kraft der Farben zurückhaltenden
Fenster Alfred Manessiers, 1964 entstanden, geben der Krypta ein ungewöhnliches
Licht. Es bleibt noch eine
Fülle zu entdecken. Längst nicht alles lässt sich auf
so kurzem Raum schildern, und einen ausführlichen Blick lohnt auf
jeden Fall der Schatz der Sakristei.
Text-Copyright:
Werner Schäfke |
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