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St.
Gereon in Köln
Im Kranz der romanischen Kirchen Kölns
nimmt St. Gereon einen hohen Rang ein. Unter den Stiften und Klöstern
Kölns stand nach dem Dom St. Gereon an erster Stelle, voller Stolz
auf seine Adelsherrlichkeit. Von der Architektur des Dekagons, einer faszinierenden Verbindung
romanischer und gotischer Baugedanken, geht immer noch der Glanz des hohen
Mittelalters aus.
Man leistete sich den größten Kuppelbau zwischen
der byzantinischen Architektur der Hagia Sophia in Kon- stantinopel und der Renaissancebaukunst Brunelleschis am Dom zu Florenz. Anlass dieses in Köln und weit
darüber hinaus einzigartigen Bauwerks war der Verfall des spätantiken
Gründungsbaus von St. Gereon. Auch wenn eine abschließende Untersuchung
noch aussteht, läßt sich seine Gestalt erkennen.
Erste Baumaßnahmen
im Bereich des spätantiken Ostchores haben im 8. Jh. stattgefunden. Mitte des 11. und wieder Mitte des 12.
Jh. wird in zwei Schritten der lang gestreckte Chor für den Stiftsklerus
ausgebaut. Zwei Türme zu seiten der reichgegliederten Apsis lassen
eine stadtseitige Ostfassade entstehen. |