Die Apsis des Chores


wurde am Ende des 12. Jahrhunderts vollständig ausgemalt. Im Zuge der barocken Ausstattung brachte man in der Apsis eine Stuckdekoration an. Bei der historischen Neugestaltung und Ausmalung der Kirche 1897, als man die barocke Ausstattung beseitigte, kamen die romanischen Malereien im Chor wieder zum Vorschein. Sie waren allerdings schwer beschädigt.

In der Kalotte der Apsis ist Christus in der Mandorla zwischen den hll. Maria und Johannes, Helena und Anno dargestellt. In jeder Nische der beiden Apsis-geschosse ist eine große stehende Gestalt dargestellt: unten heilige Bischöfe, die das Schwert gegen vor ihnen am Boden liegende Figuren erheben; oben der hl. Gereon und drei Gefährten aus der Thebäischen Legion, die jeweils auf einem Heiden stehen und damit den Sieg des Christentums veranschaulichen. Auch die Fensterlaibungen waren ursprünglich figürlich bemalt. Die Malerei der Apsis-Kalotte wurde, nachdem man sie wieder aufge-funden hatte, vollständig erneuert. 
 

Diese Übermalung nahm man nach dem Zweiten Weltkrieg ab. Der heutige, stark verblasste Zustand, der auch kaum noch Konturen innerhalb der Farbflächen zeigt, spiegelt die Geschichte dieses ehemals prominenten Teils der mittelalter-lichen Ausstattung und ist daher wenig mehr als eine vage Erinnerung.


Apsis 12. Jahrhundert

Sakramentshaus


Wendelin Beyschlag, 1608
Nordwand des Hochchores

 

Das Sakramentshaus steht an der nördlichen Wand des Hochchores. Es wurde 1608 von dem aus Schwaben stammenden Bildhauer Wendelin Beyschlag (1575 - nach 1622) gefertigt. Stifter war einer der Kanoniker von St. Gereon. Es handelt sich um einen dreigeschossigen Aufbau über einem kurzen Pfeiler. Die Sakramentsnische befindet sich im ersten Geschoss. Die beiden oberen nehmen Reliefs ein, die das Letzte Abendmahl und die Auferstehung Christi zeigen. Die Architektur, die ornamentalen Teile und ihre figürliche Zier mit Engelsgestalten und Hermenpilastern erweisen das Sakramentshaus als ein herausragendes Beispiel für die Ausstattungskunst der Renaissance in Köln, deren beste Stücke vielfach nicht von einheimischen Künstlern geschaffen wurden.


zum Hochchor Seite 1 zurück   zurück zum Überblick   weiter zur Krypta Seite 1
Last Update:  08.11.09 17:14 H. Wolfgarten