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Die
Pfarrei St. Alban war eine der ältesten
Pfarreien der Kölner Römerstadt. Zusammen mit
den
Pfarreien St. Kolumba und St. Laurenz ist sie
offensichtlich aus Nebenkirchen des damaligen
Domes entstanden. Die Pfarrei erstreckte sich
rund um den Quatermarkt.
Als Pfarrkirche ist
(Alt) St. Alban zum ersten Mal im Jahre 1149
erwähnt.
Das Pfarrgebiet erstreckte sich rund um den
Quatermarkt und war wohl durch Stiftungen der
dort ansässigen, wohlhabenden Pfarrmitglieder
in der Lage wertvolle Ausstattungsgegenstände
anzuschaffen.
In der Kirche St. Alban im Stadtgarten sind noch
einige dieser Kunstwerke zu sehen.
Aber nicht
nur diese Stücke konnten bewahrt werden: neben
wertvollen Textilien und Goldschmiedearbeiten
ist
uns auch noch eine der ehemals vier Glocken
erhalten geblieben.
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Sie stammt aus dem Jahr 1507 und trägt
den Namen Alban.
„ALBANUS HEISCHEN ICH
IND ERE SENT QVIRINS LVIDEN ICH TZO
GOTTDIEINST GEBRVCHT MEN MICH BLITZEN
IND DONRE STUREN ICH“ –
heißt es
auf
der Umschrift der Glocke.
Während im Jahre 1943 drei Glocken der
Kirche abgenommen
wurden, blieb der Albanus Glocke
dieses Schicksal erspart.
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Nachdem die Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg
schwer zerstört und die Zahl der
Gemeindemitglieder auf ein Minimum gesunken war,
gab man die Kirche an dieser Stelle auf, ohne
die Pfarrei aufzulösen und
die Glocke fand dort keine Verwendung mehr.
So
begann der Weg der Glocke durch Köln.
Zunächst läutete sie in der Kirche Maria vom
Frieden des Kölner Karmel.
Am 29. Mai 1956
überführte man das neugegründete Rektorat um den
Stadtgarten in die noch existierende Pfarrei
St. Alban.
So
wurde sozusagen die Pfarrei um den Quatermarkt
nach dort verlegt und der Bau einer neuen Kirche
geplant, die man 1958 im Stadtgarten vollendete.
Nachdem man Überlegungen, die Glocke im
Stadtgarten läuten zu lassen, verworfen hatte,
fand sie später in der Bruder-Klaus-Kirche
Verwendung. Hier wurde sie inzwischen durch ein
neues Geläut ersetzt. Für die Basilika St.
Gereon gab es eine Konzeption aus dem Jahr 1984,
welche vorschlug, das bestehende Geläut um eine
weitere sechste Glocke zu erweitern.
Auch ein freies Feld für den Glockenstuhl war
vorhanden. Zufällig hat die aus Alt-St. Alban
erhaltene Glocke genau die passende Disposition.
So beschloss der Kirchenvorstand die Bruder-Klaus- Gemeinde um Überführung der Glocke zu
bitten und diese im Nordturm der Basilika
aufzuhängen.
Seit September 2008 ergänzt sie nun das Geläut
von St. Gereon.
Bei der Glockenvigil zur
Domwallfahrt
und der Reliquienprozession zum
Abendgottesdienst des Gereonsfestes war der
Klang der Albanusglocke zu hören. Die neue
Glocke ist nicht nur eine schöne Ergänzung zum
bisherigen Geläut unserer Pfarrkirche.
Seit dem 31. Dezember 2006 wurden ja die
bisherigen Gemeinden St. Alban, St. Michael und
St. Gereon
aufgelöst und eine neue Gemeinde mit der
Basilika als Pfarrkirche und
dem heiligen Gereon als Patron entstand.
Wenn
nun die Glocke mit dem Namen des heiligen Alban
in unserer Pfarrkirche läutet, ist dies ein
schönes Zeichen der Zusammengehörigkeit unserer
neuen Gereonsgemeinde mit ihren drei Kirchen.
Sie ist aber auch ein Zeichen der Verbundenheit
mit der alten St. Alban-Gemeinde, deren Andenken
in der Neu-Alban-Kirche und ihren Ausstattungsgegenständen fortdauert.
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